
Ein Sattelzug, der vor einer Rippenstraße der Altstadt auf Einlass wartet, blockiert nicht nur die eigene Baustelle. Busse, Anwohner und Lieferverkehr der Läden stehen mit. In Lübeck entscheidet die Steuerung der Anlieferung deshalb oft darüber, wie die Nachbarschaft ein Bauvorhaben erlebt.
Unser Logistik-Management plant Materialflüsse, vergibt Lieferfenster und stimmt die Wege der Fahrzeuge ab. Grundlage sind Bauzeitenplan, Lagerkapazität auf der Fläche und die Verkehrslage rund um das Grundstück. So kommt Material an, wenn es verbaut wird – nicht dann, wenn der Lieferant gerade Zeit hat.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Altstadt liegt auf einer Insel. Seit dem Bau des Elbe-Lübeck-Kanals um 1900 ist der frühere Altstadthügel rundum von Wasser umgeben, Fahrzeuge erreichen ihn nur über Brücken. Jede Lieferung muss also einen dieser Übergänge passieren und sich danach durch Straßen bewegen, die für Fuhrwerke angelegt wurden. Große Fahrzeuge brauchen hier eine vorher festgelegte Route.
Für den Fernverkehr ist die Stadt gut angebunden: Die A 1 verläuft im Westen, die A 20 umfährt Lübeck im Süden, die A 226 führt nach Norden Richtung Travemünde. Über den Skandinavienkai laufen rund hundert regelmäßige Abfahrten in der Woche. Auf diesen Achsen ist viel Schwerverkehr unterwegs, der bei der Planung von Lieferzeiten mitzudenken ist.
Dazu kommen täglich viele Einpendler und in Travemünde mehr als eine Million Gäste im Jahr. Lieferfenster, die auf dem Papier frei sind, können in der Hauptverkehrszeit oder an einem Sommerwochenende an der Küste schnell zu eng werden.

Wir erfassen Gewerke, Mengen, Lagerplatz und Bauabschnitte und leiten daraus ab, wie viele Fahrzeuge pro Tag kommen dürfen. Das Konzept legt Anfahrt, Abladeort und Wartezone fest.
Jeder Lieferant bucht ein Zeitfenster. Wir bestätigen, verschieben oder bündeln Slots und halten fest, welches Fahrzeug wann am Tor steht. Für Ziele auf der Altstadtinsel wird das Fenster mit der Route über die Brücken verknüpft.
Wir geben Lieferanten eine feste Anfahrt vor, etwa von der A 1 oder A 20 bis zum Tor. Dazu benennen wir einen Wartepunkt außerhalb enger Straßen. So rollen Fahrzeuge erst dann in das Quartier, wenn der Abladeplatz frei ist.
Lieferungen werden auf den Baufortschritt abgestimmt, statt große Mengen vorzuhalten. Das schont knappe Lagerflächen in der Stadt und verringert Umlagern.
Fahrzeuge warten nicht vor fremden Haustüren, sondern an einem vereinbarten Punkt.
Lagerflächen bleiben frei für das, was in den nächsten Tagen verbaut wird.
Lieferanten wissen vorher, wann und auf welchem Weg sie anfahren.
Ihre Bauleitung sieht jeden Tag, welche Lieferungen kommen und welche fehlen.
→ Wir vergeben feste Slots, ziehen Lieferungen zeitlich auseinander und bündeln Kleinmengen auf ein Fahrzeug.
→ Die Route wird vorab geprüft. Wo es nicht passt, wird auf kleinere Fahrzeuge umgeladen oder ein Umschlagpunkt am Rand der Altstadt eingeplant.
→ Wir verlegen Wartezeiten an einen Punkt außerhalb des Wohngebiets und rufen Fahrzeuge erst ab, wenn sie abgeladen werden können.
→ Lieferungen an die Küste werden auf Tageszeiten mit weniger Ausflugsverkehr gelegt und mit Puffer geplant.
Neubau und Sanierung zwischen Holstentor und Burgtor, wo jede Lieferung über eine Brücke und durch enge Straßen muss.
Vorhaben auf dem Campus Lübeck des UKSH und an den Hochschulen in St. Jürgen, wo Rettungswege und Lehrbetrieb Vorrang haben.
Hallen und Logistikflächen nahe der A 1 in Buntekuh mit vielen großen Lieferungen in kurzer Zeit.
Arbeiten im Hafengebiet und in Travemünde, wo Lieferungen mit Fährverkehr und Gästen abgestimmt werden.

Wir sammeln Bestellungen, Bauabschnitte und Lieferanten und prüfen die Anfahrt bis zum Tor.
Aus Lagerplatz und Bauzeitenplan ergibt sich, wie viele Fahrzeuge in welcher Stunde kommen dürfen.
Lieferanten buchen ihr Fenster, wir bestätigen, bündeln oder verschieben und geben die Route mit.
Verspätungen und Ausfälle werden erfasst, der Plan für die nächsten Tage wird angepasst.
Liegt die Baustelle in einer der Querstraßen zwischen Königstraße und Trave, dann passt am Abladeplatz immer nur ein Fahrzeug. Kommen Beton, Bewehrung und Fenster am selben Tag, entsteht ohne Steuerung binnen Minuten ein Rückstau bis auf die Hauptstraße.
Dann vergeben wir die Fenster im Stundentakt, legen den Betontermin auf den frühen Morgen und lassen die übrigen Fahrzeuge an einem Wartepunkt außerhalb der Altstadt stehen. Erst wenn der Platz frei ist, wird das nächste Fahrzeug abgerufen.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die Slots beruhen auf dem BE-Plan: Nur wenn feststeht, wo abgeladen und gelagert wird, lässt sich sagen, wie viel gleichzeitig ankommen darf. Ändert sich die Einrichtung, passen wir den Takt an.
Am Tor setzt die Zugangskontrolle das Konzept um und prüft jedes Fahrzeug gegen die gebuchten Fenster. Die operative Baulogistik übernimmt das Abladen und Verteilen, damit der Platz schnell wieder frei wird.
Nur über eine der Brücken, die die Insel mit der übrigen Stadt verbinden. Danach geht es durch Straßen, die für heutigen Schwerverkehr eng sind. Wir prüfen die Route vorab und geben sie dem Lieferanten zusammen mit seinem Zeitfenster mit.

Nennen Sie uns Standort, Bauzeit und die wichtigsten Gewerke. Wir schlagen Ihnen ein Liefer- und Routenkonzept vor.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Lübeck. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit