
Auf der Insel im Fehmarnbelt liegen mehrere Naturschutzgebiete dicht an Küste und Dörfern. Strandseen, Teiche, Röhricht und Küstengewässer sind Lebensraum für Brut- und Zugvögel. Wer hier baut, bekommt mit der Genehmigung oft Auflagen zum Arten-, Gewässer- und Bodenschutz.
Mit unserer ökologischen Baubegleitung sorgen wir dafür, dass diese Auflagen auf Baustellen auf Fehmarn im Alltag eingehalten werden. Wir kontrollieren Schutzzäune und Bauzeitenfenster, beobachten Einleitungen in Gewässer und dokumentieren alles für Bauleitung und Behörde.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
An der Westküste liegt das Naturschutzgebiet Wallnau mit rund 297 Hektar Teichen, Schilf, Wiesen und Strand. Mehr als 270 Vogelarten rasten dort auf dem Zug, etwa 100 brüten im Gebiet. An der Nordküste schützt der Grüner Brink seit 1938 rund 134 Hektar zwischen einem Deich von 1872 und der Ostsee, mit Strandseen, die nur bei starkem Hochwasser noch Salzwasser erhalten. Hinzu kommen die Gebiete Krummsteert-Sulsdorfer Wiek und Nördliche Seeniederung.
Auch das Meer ist geschützt. Nördlich der Insel liegt im Fehmarnbelt ein Meeresschutzgebiet. Wie empfindlich dieser Raum ist, zeigte die Planung der Beltquerung: Nach der Planfeststellung entdeckte Riffe führten zu Klagen, die das Bundesverwaltungsgericht im Dezember 2022 abwies, weil die Ausgleichsmaßnahmen rechtmäßig waren. Bauvorhaben an der Küste müssen Trübungen und Störungen im Wasser deshalb gering halten.
Der Boden ist ein weiterer Punkt. Die Insel ist flach, viele Flächen an der Küste sind Nehrungen, Niederungen oder ehemalige Teiche. Mit der Kopendorfer Au gibt es nur ein einziges Fließgewässer. Wasserhaltungen und Einleitungen aus Baugruben verlangen daher eine genaue Abstimmung, wohin das Wasser fließt.

Wir überwachen Bauzeitenfenster außerhalb der Brutzeit, kontrollieren Baufelder vor Beginn auf Nester und halten Abstände zu Rast- und Brutplätzen ein.
Einleitungen aus Wasserhaltungen, Absetzbecken und Betankungsflächen werden regelmäßig geprüft, damit kein trübes oder verschmutztes Wasser in Gräben, Strandseen oder die Ostsee gelangt.
Wo Amphibien wandern oder empfindliche Flächen angrenzen, kontrollieren wir Schutzzäune, dokumentieren Funde und melden Schäden sofort.
Oberboden wird getrennt gelagert, Fahrwege auf weichem Untergrund ausgelegt und Röhricht oder Wiesen am Rand des Baufelds abgesperrt.
Die Auflagen der Genehmigung werden im Bauablauf tatsächlich eingehalten.
Abweichungen fallen früh auf und lassen sich ohne Baustopp beheben.
Brut- und Rastvögel in der Nähe des Baufelds werden geschont.
Eine lückenlose Dokumentation steht für Behörde und Abnahme bereit.
→ Wir kontrollieren die Fläche vor Beginn der Arbeiten, halten Abstand zu besetzten Nestern und stimmen das weitere Vorgehen mit der Naturschutzbehörde ab.
→ Die Einleitung wird gestoppt, ein Absetzbecken oder Filter vorgeschaltet und die Wasserqualität dokumentiert, bevor wieder abgeleitet wird.
→ Wir sperren die Fläche sichtbar ab, weisen die Fahrer ein und dokumentieren den Zustand, falls eine Wiederherstellung nötig wird.
→ Schutzvorhänge, angepasste Arbeitsweisen und eine Beobachtung der Trübung halten die Belastung gering, Abweichungen melden wir sofort.
Molen, Kaianlagen und Uferbefestigungen, bei denen Wasserqualität und Meeresboden beobachtet werden müssen.
Großvorhaben wie die Beltquerung mit ihren festgelegten Ausgleichsmaßnahmen sowie der geplante Tunnel unter dem Fehmarnsund.
Repowering von Windparks auf der Insel, bei dem Vogelzug und Bodenschutz auf Ackerflächen eine Rolle spielen.
Ferienhäuser, Wege und Leitungen am Rand von Wallnau, Grüner Brink oder den Niederungen im Norden.

Wir werten Genehmigung, Gutachten und Pläne aus und erfassen alle Umweltauflagen des Vorhabens.
Für jede Auflage bestimmen wir Zeitpunkt, Art und Zuständigkeit der Kontrolle.
Wir sind regelmäßig auf der Baustelle, sprechen Abweichungen an und schlagen Abhilfe vor.
Berichte mit Fotos und Messwerten gehen an die Bauleitung und, wo gefordert, an die Behörde.
Liegt ein Bauvorhaben auf Fehmarn in der Nähe des Naturschutzgebiets Wallnau und fällt die Bauzeit in den Frühling, dann prüfen wir vor dem ersten Erdaushub, ob Vögel auf der Fläche brüten. Arbeiten mit viel Lärm legen wir, soweit die Genehmigung das vorsieht, in Zeiten außerhalb der Brutzeit.
Muss für das Fundament Grundwasser abgesenkt werden, dann legen wir mit der Bauleitung fest, wohin das Wasser geleitet wird und welche Trübung zulässig ist. In festen Abständen kontrollieren wir die Einleitstelle und halten Messwerte und Fotos fest.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Ökologische Baubegleitung beginnt bei der Baustelleneinrichtung: Wo Lager, Tankstelle und Zufahrt liegen, entscheidet mit, ob Boden, Wasser und Vegetation geschützt bleiben. Mit dem Logistik-Management stimmen wir Fahrwege ab, mit der operativen Baulogistik die Trennung von Abfällen.
So werden Umweltkontrollen auf Fehmarn kein Fremdkörper, sondern ein fester Teil des Baustellenalltags, der Verzögerungen durch Auflagenverstöße vermeidet.
Die Insel ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Allein im Naturschutzgebiet Wallnau rasten mehr als 270 Vogelarten, rund 100 brüten dort. Baustellen in der Nähe solcher Gebiete erhalten deshalb häufig Bauzeitenfenster und Abstandsauflagen.

Senden Sie uns Genehmigung und Bauzeitenplan. Wir erstellen einen Kontrollplan für Ihre Baustelle auf der Insel.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Fehmarn. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit