
Wer in Niedere Börde baut, liefert fast immer über wenige Straßen an. Die B 71 verbindet Haldensleben mit Magdeburg. Dazu kommen die Landesstraßen L 44 und L 47 und die Dorfstraßen der Ortschaften. Das Logistik-Management bringt Lieferungen, Gewerke und Verkehrsfluss auf diesen Wegen in eine Reihenfolge.
Ein Konzept beschreibt, wer wann welches Material anliefert und wo Fahrzeuge warten oder wenden. Für Vorhaben in Niedere Börde zählt dabei nicht nur die Baustelle selbst. Die Anlieferung läuft durch Ortsdurchfahrten, vorbei an Höfen und Kirchen und oft auch über Wege der Landwirtschaft.
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Bei Dahlenwarsleben endet die A 14 und geht in die B 71 über. Von dort aus verteilt sich der Verkehr nach Haldensleben und Magdeburg. Die Gemeinde liegt damit an einer Achse mit viel Pendler- und Güterverkehr. Anlieferungen zur Hauptverkehrszeit stehen dort schneller im Stau als auf abgelegenen Straßen. Ein Zeitfenstermodell legt deshalb Lieferungen in verkehrsärmere Stunden.
Die Ortschaften sind klein und die Kerne eng. Zwischen Bördehöfen und Kirchen bleibt für Sattelzüge wenig Platz. Wer ungeplant anliefert, blockiert eine Durchfahrt, auf der Anwohner und Landmaschinen ebenfalls unterwegs sind. Das Konzept legt Routen fest und benennt Strecken, die für schwere Fahrzeuge nicht geeignet sind.
Hinzu kommt der Jahresgang der Landwirtschaft. Zu Aussaat und Ernte sind Feldwege und Landstraßen stärker mit Maschinen besetzt. Außerdem hat das Gewerbegebiet Vahldorf mit seinem Hafen am Mittellandkanal sein eigenes Verkehrsaufkommen. Eine Lieferplanung für Niedere Börde rechnet diese Spitzen ein.

Jede Lieferung bekommt ein Zeitfenster. Lastzüge warten nicht an der Landesstraße oder im Dorf, sondern kommen an, wenn die Abladestelle frei ist.
Wir legen An- und Abfahrtswege über B 71 und Landesstraßen fest und markieren Ortsdurchfahrten mit Engstellen, die vermieden werden sollten.
Anwohner und Betriebe an der Strecke erfahren früh von Lieferspitzen. So lassen sich Zufahrten freihalten und Beschwerden vermeiden.
Das Konzept ordnet Lieferungen den Bauabschnitten zu und verhindert, dass zwei Gewerke dieselbe Abladefläche zur gleichen Zeit brauchen.
Lieferfahrzeuge stehen nicht auf der Straße und warten auf die Einfahrt.
Anwohner und Betriebe an der Strecke werden früh informiert.
Gewerke bekommen Material, wenn sie es brauchen und nicht früher.
Der Verkehr durch die Ortschaften bleibt kalkulierbar.
→ Die Zeitfenster werden außerhalb der Spitzen gelegt. Fahrer erhalten eine feste Ankunftszeit statt einer offenen Anfahrt.
→ Die Route wird vorab geprüft. Bei Bedarf übernimmt ein kleineres Fahrzeug die letzte Strecke von einem Umladepunkt.
→ Die Planung berücksichtigt Erntezeiten und sieht Ausweichstrecken oder verschobene Lieferungen vor.
→ Bestellungen laufen über eine gemeinsame Liefersteuerung. Doppelte Anfahrten und überfüllte Abladeflächen fallen auf, bevor sie zum Problem werden.
Bauvorhaben im Industriegebiet Vahldorf liefern über die B 71 an und teilen sich Straße und Hafenumfeld mit dem laufenden Betrieb.
Umbauten in Groß Ammensleben oder anderen Ortschaften verlangen abgestimmte Lieferzeiten und kleine Fahrzeuge.
Bauarbeiten an Straßen und Leitungen rund um die A 14 und die B 71 verlangen eine Steuerung des Baustellenverkehrs.
Leitungs- und Wegebau zwischen den Ortschaften braucht Anlieferpunkte entlang der Strecke.

Wir sehen uns Zufahrten, Engstellen und Verkehrsspitzen rund um die Baustelle an.
Routen, Zeitfenster und Abladeflächen werden in einem Lieferplan festgehalten.
Lieferanten und Gewerke bekommen ihre Fenster mitgeteilt und melden Änderungen über die gemeinsame Steuerung.
Der Plan wird mit dem Baufortschritt angepasst, etwa bei Erntezeit oder neuen Bauabschnitten.
Entsteht eine Halle im Gewerbegebiet Vahldorf, dann kommen Stahl, Betonfertigteile und Dachelemente in Lastzügen an. Das Konzept legt fest, über welche Zufahrt sie die B 71 verlassen und wo sie abladen. Pro Tag bekommt jede Lieferart ein eigenes Zeitfenster.
Wird dagegen ein Bördehof in einer kleinen Ortschaft saniert, dann liefert kein Sattelzug bis vor das Tor. Dann übernimmt ein Umladepunkt am Ortsrand die Verteilung. Die Anwohner kennen die Anliefertage. So bleibt die Dorfstraße befahrbar.
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Die Liefersteuerung hängt an der Einrichtung der Baustelle. Wo Abladeflächen und Wendebereiche liegen, entscheidet über die Dauer jeder Anlieferung. Deshalb werden Flächenplan und Zeitfensterplan gemeinsam geführt.
Auch Zugangskontrolle und Entsorgung greifen in den Verkehr ein. Wer die Einfahrt kontrolliert, kann Lieferzeiten prüfen und Fahrzeuge zuordnen. Abtransporte von Abfällen und Aushub nutzen leere Rückfahrten der Lieferfahrzeuge, wo das möglich ist.
Lieferfahrzeuge bekommen feste Zeitfenster außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Wer früher eintrifft, wartet nicht an der Straße, sondern an einem vorher benannten Platz oder bleibt zurück, bis die Einfahrt frei ist.

Beschreiben Sie uns Ihr Vorhaben und die Zufahrt. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Zeitfenster und Routen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Niedere Börde. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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