
Mitten in Gifhorn mündet die Ise in die Aller. Beide Flüsse stehen als Teil des europäischen Netzes Natura 2000 unter Schutz. Wer in ihrer Nähe baut, Leitungen quert oder Ufer befestigt, bekommt mit der Genehmigung oft Auflagen zum Arten- und Gewässerschutz, die während der gesamten Bauzeit eingehalten und belegt werden müssen.
Wir begleiten solche Vorhaben ökologisch. Wir kontrollieren Schutzzäune und Bautabuflächen, dokumentieren Funde, achten auf den Umgang mit Boden und Wasser und halten die Verbindung zur Naturschutzbehörde. So werden Umweltkontrollen Teil des Bauablaufs statt ein Hindernis am Rand.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Ise ist seit 2018 als Naturschutzgebiet „Ise mit Nebenbächen“ gesichert und gehört als FFH-Gebiet zu Natura 2000. Als Zielarten gelten unter anderem Fischotter, Steinbeißer, Bachneunauge, Bitterling und die Grüne Flussjungfer. Seit 1987 wird an der Revitalisierung des Flusses gearbeitet, mit Uferrandstreifen und neu gepflanzten Erlen. Baustellen in Ufernähe dürfen diese Entwicklung nicht stören.
Auch die Aller ist ab Wolfsburg bis zur Mündung als FFH-Gebiet anerkannt. In ihrer Niederung liegen alte Flussarme und grundwassernahe Flächen. Im Umland liegt östlich des Tankumsees das Feuchtgebiet Barnbruch, ein EU-Vogelschutzgebiet. Wasserhaltungen, Einleitungen und Lärm müssen in diesem Umfeld mit Rücksicht auf Fische, Brutvögel und Otter geplant werden.
Die Stadt selbst setzt auf mehr Natur im Zentrum: Mit dem Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel wurde die Renaturierung der Mühlenaller zwischen Schlosssee und Innenstadt zu einem mäandrierenden Lauf mit Kiesbänken geplant. Solche Gewässerumbauten brauchen eine Begleitung, die Bauzeiten, Schonzeiten und Bodenschutz zusammenbringt.

Wir lesen die Nebenbestimmungen der Genehmigung, übersetzen sie in eine Checkliste für die Baustelle und prüfen regelmäßig, ob Tabuflächen, Baufeldgrenzen und Bauzeitenfenster eingehalten werden.
Wo Amphibien zwischen Wald, Wiese und Gewässer wandern, kontrollieren wir die Schutzzäune, leeren Fangeimer zu den vorgegebenen Zeiten, setzen Tiere um und führen Fundlisten für die Behörde.
Wir achten darauf, dass kein Schlamm oder Betonwasser in Aller, Ise oder Gräben gelangt, dass Tankstellen und Lager abseits der Ufer stehen und dass sandiger Oberboden getrennt gelagert und später wieder eingebaut wird.
Begehungen, Funde, Verstöße und Gegenmaßnahmen halten wir mit Datum und Fotos fest. Bauherr und Behörde erhalten Berichte, die belegen, dass die Auflagen in Gifhorn eingehalten wurden.
Auflagen der Naturschutzbehörde werden laufend umgesetzt und nicht erst bei der Abnahme entdeckt.
Baustopps wegen Verstößen gegen Artenschutz oder Gewässerschutz werden wahrscheinlicher vermieden.
Die Dokumentation belegt gegenüber Behörden, was wann geprüft wurde.
Umweltkontrollen und Baulogistik greifen ineinander, weil die Begleitung den Bauablauf kennt.
→ Wir stimmen die Arbeiten mit den Vorgaben zum Schutz von Fischen und Otter ab, kontrollieren Sperren gegen Trübung und prüfen, dass die Uferbereiche nach dem Eingriff wiederhergestellt werden.
→ Wir überwachen, wohin das gepumpte Wasser fließt, achten auf Absetzbecken und dokumentieren Trübung, damit keine Sedimente in das Schutzgebiet gelangen.
→ Ein Schutzzaun lenkt die Tiere in Eimer. Wir kontrollieren ihn in den Morgenstunden, bringen die Tiere sicher auf die andere Seite und melden Schäden am Zaun sofort.
→ Wir beraten zu Zeitpunkt und Art des Abtrags, regen Abdeckung oder Befeuchtung an und kontrollieren, dass der Oberboden getrennt und geschützt lagert.
Umgestaltungen wie an der Mühlenaller, bei denen Fließgewässer naturnah gestaltet werden.
Querungen von Aller, Ise oder Gräben mit Auflagen für Fische, Otter und Ufer.
Neue Bebauung am Übergang zu Wald, Heide und Grünland, wo Amphibien und Brutvögel betroffen sein können.
Arbeiten an Rückhalteflächen und Ufern im Einzugsgebiet der Aller.

Wir werten Genehmigung, Fachgutachten und Nebenbestimmungen aus und klären offene Punkte mit Ihnen.
Für jede Auflage legen wir fest, wann und wie sie geprüft wird, etwa täglich in der Wanderzeit oder wöchentlich am Ufer.
Wir sind zu den vereinbarten Zeiten auf der Baustelle, kontrollieren, beraten die Gewerke und melden Abweichungen.
Sie erhalten regelmäßige Berichte und eine Abschlussdokumentation für die Behörde.
Liegt eine Baustelle in der Allerniederung bei Gifhorn und verläuft der Zufahrtsweg zwischen einem Wäldchen und einem Graben, dann ist im Frühjahr mit wandernden Amphibien zu rechnen. Wir lassen den Schutzzaun vor Beginn der Wanderzeit stellen, kontrollieren ihn täglich und führen die Fundliste.
Muss in derselben Zeit eine Baugrube entwässert werden, dann planen wir mit der Bauleitung ein Absetzbecken und prüfen, dass nur klares Wasser in den Graben gelangt. Die Ergebnisse gehen in den Bericht an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Schon bei der Baustelleneinrichtung legen wir fest, wo Tankflächen, Lager und Container liegen dürfen und welche Flächen tabu sind. Das spart später Umbauten.
Unsere Kräfte der operativen Baulogistik setzen die Vorgaben im Alltag um, etwa bei der Trennung von Boden und Abfall. Die Umweltbegleitung prüft, ob das klappt. Wenn nicht, schlägt sie Änderungen vor.
Vor allem die Flussgebiete von Aller und Ise, die zum Netz Natura 2000 gehören. Die Ise ist zudem als Naturschutzgebiet „Ise mit Nebenbächen“ gesichert. Im Umfeld liegen das Vogelschutzgebiet Barnbruch und weitere Naturschutzgebiete. Welche Auflagen gelten, ergibt sich aus der jeweiligen Genehmigung.

Senden Sie uns Genehmigung und Bauzeitenplan. Wir zeigen Ihnen, wie die ökologische Begleitung Ihrer Baustelle aussehen kann.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Gifhorn. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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