
Lockerer Sand verzeiht wenig. Eine Grabenwand, die am Morgen noch steht, kann nach einem Regenschauer oder durch die Erschütterung eines Baggers nachgeben. Wer dann bis zur Hüfte verschüttet ist, braucht Hilfe, bevor die Feuerwehr mit schwerem Gerät eintrifft. Für Baustellen im Gifhorner Urstromtal ist das kein Randthema.
Unsere Betriebssanitäter übernehmen auf Bauvorhaben in Gifhorn die medizinische Erstversorgung, halten die Meldekette in Ordnung und unterstützen die Bauleitung bei der Vorsorge. Auf Wunsch ergänzen Brandschutzhelfer das Team, vor allem dort, wo geschweißt, getrennt oder an Holzkonstruktionen gearbeitet wird.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Pflicht hat eine klare Schwelle: Nach § 27 der DGUV Vorschrift 1 muss ein Betriebssanitäter bereitstehen, wenn auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte arbeiten. In Gifhorn erreichen das vor allem Großvorhaben im Hallen- und Gewerbebau oder mehrgeschossige Wohnanlagen in der Ausbauphase, wenn viele Gewerke gleichzeitig tätig sind. Auch kleinere Vorhaben mit gefährlichen Arbeiten profitieren von einer Fachkraft für Erste Hilfe.
Die Stadt hat ein Krankenhaus, das 2012 an seinem heutigen Standort eröffnet wurde. Das Gebiet ist mit gut 105 Quadratkilometern allerdings groß. Die Ortschaften Wilsche, Winkel oder Neubokel liegen ein Stück von der Kernstadt entfernt. Welche Klinik ein Patient anfährt, entscheidet die Rettungsleitstelle. Für die Baustelle zählt, dass bis zum Eintreffen des Rettungswagens jemand sachkundig versorgt.
Die Gefahren sind örtlich geprägt. Im sandigen Untergrund drohen Böschungsbrüche an Baugruben und Leitungsgräben. Bei Sanierungen in der Fachwerk-Innenstadt wird in alten Dachstühlen gearbeitet, wo Absturz, Holzstaub und Funkenflug zusammenkommen. Wird an Aller, Ise oder den Seen in Ufernähe gebaut, kommt die Gefahr des Ertrinkens hinzu.

Bei Verletzungen sichern unsere Sanitäter die Vitalfunktionen, versorgen Wunden, lagern Betroffene richtig und übergeben an den Rettungsdienst. Bei Verschüttungen wissen sie, wie Kollegen ohne zusätzliche Gefahr helfen können.
Für jede Gifhorner Baustelle legen wir fest, welches Tor die Besatzung ansteuert und wer sie dort abholt. Die Anfahrtsbeschreibung liegt bei der Notrufstelle des Bauvorhabens aus.
Wir prüfen Aushänge, Verbandkästen und Meldewege, führen das Verbandbuch und unterweisen neue Beschäftigte in den Ablauf bei einem Notfall. Was an Ausstattung darüber hinaus nötig ist, stimmen wir mit der Bauleitung ab.
Bei Heißarbeiten an alten Holzbauten oder auf Dächern übernehmen Brandschutzhelfer die Brandwache, halten die Löschmittel griffbereit und kontrollieren den Arbeitsbereich nach dem Ende der Arbeit auf Glutnester.
Die Zeit bis zum Rettungsdienst wird mit fachkundiger Hilfe statt mit Warten gefüllt.
Die Rettungskette ist geübt und jeder auf der Baustelle kennt seinen Teil.
Kleine Verletzungen werden versorgt und dokumentiert, bevor sie zu Ausfällen führen.
Die Vorgaben der DGUV für Baustellen mit mehr als 100 Versicherten werden eingehalten.
→ Der Sanitäter sorgt zuerst dafür, dass niemand ungesichert nachsteigt, setzt den Notruf mit dem Stichwort Verschüttung ab und versorgt den Betroffenen, sobald es gefahrlos möglich ist.
→ Hitzeschäden erkennen unsere Sanitäter früh. Sie bringen den Betroffenen in den Schatten, kühlen, geben Flüssigkeit und entscheiden, ob der Rettungsdienst gebraucht wird. Mit der Bauleitung sprechen sie über Pausen und Trinkstellen.
→ Wir planen vorab mit der Feuerwehr, wie ein Verletzter aus engen Geschossen geborgen werden kann. Bis dahin stabilisiert der Sanitäter den Patienten vor Ort.
→ Wir sorgen gemeinsam mit der Bauleitung dafür, dass Rettungsmittel am Ufer bereitliegen, wenn dort gearbeitet wird. Außerdem weisen wir die Beschäftigten ein. Unser Sanitäter übernimmt die Versorgung nach der Rettung.
Vorhaben, bei denen in der Spitzenzeit mehr als 100 Versicherte auf dem Gelände sind.
Baugruben und Gräben im lockeren Untergrund des Urstromtals mit Gefahr von Böschungsbrüchen.
Arbeiten in alten Dachstühlen und engen Geschossen mit Absturz- und Brandgefahr.
Bauen an Aller, Ise und Mühlenaller, wo zur Unfallgefahr die Nähe zum Wasser kommt.

Wir fragen, wie viele Menschen in welcher Phase auf der Baustelle sind und welche Arbeiten besondere Gefahren mit sich bringen.
Meldewege, Treffpunkt für den Rettungsdienst und Standort des Sanitätsraums werden mit der Bauleitung bestimmt.
Der Sanitäter stellt sich bei allen Firmen vor, prüft die Erste-Hilfe-Einrichtungen und ist während der Arbeitszeit ansprechbar.
Einsätze werden dokumentiert. Ändern sich Beschäftigtenzahl oder Arbeiten, passen wir die Besetzung an.
Entsteht in Gifhorn eine große Gewerbehalle und arbeiten in der Spitzenzeit weit über 100 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände, dann wird ein Betriebssanitäter Pflicht. Wir richten seinen Arbeitsplatz im Sanitätsraum der Baustelle ein, legen die Notrufnummer und den Treffpunkt für den Rettungsdienst fest und machen ihn bei allen Firmen bekannt.
Beginnen in dieser Phase Tiefbauarbeiten für Leitungen im sandigen Boden, dann besucht der Sanitäter diese Gräben regelmäßig, achtet auf den Verbau und spricht mit den Kolonnen über das Verhalten bei einem Einbruch. Werden später Dachbahnen verschweißt, übernimmt ein Brandschutzhelfer die Brandwache.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Wo unser Wachpersonal das Tor besetzt, wird es in die Rettungskette einbezogen: Es öffnet die Zufahrt, hält sie frei und lotst den Rettungswagen. So geht im Ernstfall keine Zeit an einer geschlossenen Schranke verloren.
Die operative Logistik hält Wege frei und sorgt dafür, dass kein Material die Rettungswege verstellt. Im Einrichtungsplan sehen wir den Sanitätsraum von Beginn an vor, damit er gut erreichbar ist.
Die DGUV Vorschrift 1 legt in § 27 fest, dass ein Betriebssanitäter zur Verfügung stehen muss, sobald auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte beschäftigt sind. Maßgeblich ist die Zahl der Personen, die gleichzeitig dort arbeiten. Darunter kann ein Sanitäter bei gefährlichen Arbeiten freiwillig eingesetzt werden.

Nennen Sie uns Beschäftigtenzahl, Bauzeit und besondere Arbeiten. Wir schlagen Ihnen eine passende Besetzung mit Betriebssanitätern vor.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Gifhorn. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit