
Mitten im Stadtgebiet brüten Wasservögel im Schilf, Knoblauchkröten laichen in alten Fischteichen und die Oker zieht durch geschützte Auen. Braunschweig ist eine Großstadt, in der Baufelder oft nur wenige Hundert Meter von Schutzgebieten entfernt liegen. Was dort an Auflagen gilt, steht in Genehmigungen und Gutachten. Ob es auf der Baustelle auch eingehalten wird, entscheidet sich im Alltag.
Unsere ökologische Baubegleitung übernimmt diese Kontrolle. Wir prüfen Schutzzäune und Tabuflächen, achten auf Brut- und Laichzeiten, überwachen den Umgang mit Boden und Wasser und halten fest, was vor Ort geschieht. So bleiben Auflagen kein Papier, sondern werden Teil des Bauablaufs.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Im Osten der Stadt liegt das Naturschutzgebiet Riddagshausen mit rund 526 Hektar. Es umfasst eine alte Teichlandschaft aus der Zeit der Zisterzienser, Teile des Waldes Buchhorst und Feuchtwiesen, ist großenteils EU-Vogelschutzgebiet und gehört zum FFH-Gebiet „Riddagshäuser Teiche“. Dort leben unter anderem Brutvögel des Röhrichts, Fledermäuse, Libellen, eine große Population der Knoblauchkröte und der Schlammpeitzger. Weißstörche sind in die Weddeler Grabenniederung zurückgekehrt.
Die Oker ist das zweite große Thema. Sie wird südlich der Stadt durch Wehre reguliert, teilt sich im Bürgerpark in zwei Umflutgräben und verlässt die Innenstadt über das Ölper Wehr. Zwischen dem Ölpersee und der Stadtgrenze bei Hülperode steht die Braunschweiger Okeraue unter Naturschutz. Dazu kommt die Schunter mit ihren Zuflüssen Wabe und Mittelriede, deren Gewässerstruktur als stark verändert gilt und an der seit Jahren Renaturierungen umgesetzt werden.
Auch auf Brachen kann Naturschutz ins Spiel kommen. Für die Bahnstadt sieht die Stadt ausdrücklich vor, Naturschutzaufwertungen von Brachflächen zu prüfen. Bevor alte Bahnanlagen bebaut werden, ist daher zu klären, welche Tiere und Pflanzen sich dort angesiedelt haben.

Wir prüfen, ob Schutzzäune, Baumschutz und Tabuflächen richtig stehen und eingehalten werden. Verstöße melden wir der Bauleitung sofort und dokumentieren sie mit Foto.
Brutzeiten, Wanderungen von Amphibien und Quartiere von Fledermäusen bestimmen, wann gerodet, abgerissen oder geräumt werden darf. Wir gleichen den Bauzeitenplan mit den Vorgaben aus Gutachten und Genehmigung ab.
Bei Arbeiten an oder nahe einem Gewässer achten wir auf Rückhalt von Schlamm und Trübung, auf sichere Lagerung von Kraftstoff und auf Auflagen der Wasserbehörde.
Oberboden wird getrennt gelagert, Verdichtungen auf Flächen, die später begrünt werden, werden vermieden. Unsere Berichte halten fest, was kontrolliert wurde. Sie dienen als Nachweis gegenüber den Behörden.
Auflagen aus Genehmigung und Gutachten werden auf der Baustelle sichtbar umgesetzt.
Konflikte mit Behörden und Naturschutzverbänden lassen sich früh erkennen und lösen.
Baustopps wegen Verstößen im Artenschutz werden unwahrscheinlicher.
Eine lückenlose Dokumentation erleichtert die Abnahme durch die Behörden.
→ Wir begleiten den Aufbau von Leitzäunen, kontrollieren sie regelmäßig und stimmen Bauzeiten mit der Wanderperiode ab.
→ Rückhaltemaßnahmen werden vorab festgelegt, wir prüfen ihre Wirkung und veranlassen Nachbesserung, wenn sie nicht greift.
→ Wir verweisen auf die zulässigen Zeiträume, prüfen vor der Arbeit auf Nester und stimmen Ausnahmen mit der zuständigen Behörde ab.
→ Tabuflächen werden markiert und eingezäunt, Fahrwege festgelegt und bei jeder Begehung überprüft.
Vorhaben nahe Riddagshausen oder der Okeraue mit Auflagen für Artenschutz und Abstände.
Arbeiten an Oker, Umflutgräben und Schunter einschließlich Renaturierung und Brückenbau.
Neue Nutzung alter Bahnflächen in der Bahnstadt, bei der Artenschutz vorher zu klären ist.
Trassen, die Grünzüge wie den Wallring oder Parks am Stadtrand queren.

Wir lesen Genehmigung, Fachgutachten und Landschaftspflegerische Begleitplanung und fassen die Pflichten für die Baustelle zusammen.
Schutzflächen werden vor Ort markiert, Bauleitung und Gewerke erfahren, was erlaubt ist und was nicht.
Bei festen Begehungen prüfen wir Zäune, Gewässerschutz, Boden und Bauzeiten und melden Abweichungen.
Berichte gehen an Bauherr und auf Wunsch an Behörden, zum Abschluss steht eine Gesamtdokumentation.
Wird in Braunschweig nahe der Okeraue gebaut, dann gibt die Genehmigung meist Schutzabstände, Bauzeiten und Maßnahmen gegen Einträge ins Wasser vor. Wir übersetzen diese Auflagen in eine Liste für die Baustelle und kontrollieren bei jeder Begehung, ob Zäune, Rückhalt und Lagerflächen den Vorgaben entsprechen.
Soll auf einer Bahnbrache gebaut werden, auf der sich Eidechsen oder Brutvögel angesiedelt haben könnten, dann begleiten wir Kartierung und Umsiedlung nach den Vorgaben des Gutachtens. Erst wenn die Fläche freigegeben ist, rücken die Maschinen an.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Schutzflächen und Tabuzonen fließen in die Baustelleneinrichtung ein, Bauzeiten für Rodung oder Abriss in den Terminplan. Wir sind deshalb früh mit Planung und Bauleitung im Gespräch.
Während des Baus stimmen wir uns mit Logistik und operativer Baulogistik ab: Fahrwege, Lagerplätze für Boden und Entsorgung müssen zu den Umweltauflagen passen.
Häufig dann, wenn ein Vorhaben in der Nähe eines Schutzgebiets, an einem Gewässer oder auf Flächen mit geschützten Arten liegt. Die Pflicht steht in der Genehmigung oder im Gutachten. Wir setzen die dort genannten Kontrollen auf der Baustelle um.

Schicken Sie uns Lage, Genehmigung und Gutachten. Wir zeigen, wie die ökologische Baubegleitung die Auflagen auf Ihrer Baustelle umsetzt.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Braunschweig. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit