Baustelle in Flintbek – Baulogistik Nord
Schleswig-Holstein

Bauen zwischen Eidertal und Kirchenmoor: ökologische Begleitung in Flintbek

Flintbek ist von Landschaft umgeben, die geschützt ist oder geschützt werden soll. Die Niederung der Eider mit ihren steilen Talhängen gilt im Landschaftsprogramm als Geotop, ein unter Gletschern entstandenes Tunneltal. Die Eider selbst ist eine Biotopverbundachse von landesweiter Bedeutung. Südlich des neuen Wohngebiets liegt das Kirchenmoor, teils als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Wer hier baut, bekommt Auflagen, die mit dem Bauablauf zusammenpassen müssen.

Unsere ökologische Baubegleitung in Flintbek sorgt dafür, dass diese Auflagen im Alltag eingehalten werden. Wir kontrollieren Schutzflächen, überwachen Bauzeitenregelungen, dokumentieren den Zustand von Knicks, Gehölzen und Gewässern und geben den Gewerken klare Hinweise, bevor etwas schiefgeht.

Baulogistik Nord in Zahlen

100%

Eigenes Personal

16

Standorte bundesweit

6

Kernleistungen

24/7

Einsatzbereit

ISO 9001 zertifiziert
DIN 77200 zertifiziert
Alle Mitarbeiter Ersthelfer

Welche Umweltauflagen in Flintbek den Bau prägen

Für das Wohngebiet des Bebauungsplans Nr. 50 wurden sechs Fledermausarten nachgewiesen, darunter Zwerg-, Mücken- und Breitflügelfledermaus, dazu Flugstraßen entlang der Knicks. Der Umweltbericht legt deshalb Bauzeiten fest: Bäume mit mehr als 20 Zentimetern Stammdurchmesser dürfen nur vom 1. Dezember bis Ende Februar gefällt werden, die übrige Baufeldfreimachung nur vom 1. Oktober bis Ende Februar. Bäume ab 50 Zentimetern werden vorher auf Besatz geprüft, nächtliche Arbeiten und Baustellenbeleuchtung sind unzulässig.

Knicks sind in Schleswig-Holstein gesetzlich geschützt. Im Plangebiet bleiben sie mit einem mindestens drei Meter breiten Schutzstreifen erhalten, Durchbrüche dürfen höchstens 26 Meter lang sein. Mindestens 285 laufende Meter Knick werden neu angelegt. Ein gehölzbestandener Steilhang im Nordwesten und ein Feuchtwald aus Schwarzerlen in einer Senke stehen als Biotope unter Schutz.

Auch Wasser und Boden verlangen Aufmerksamkeit. Am Rand des Gebiets fließt die Spöck, die im Landschaftsrahmenplan als Vorrangfließgewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie eingestuft ist. Regenwasser wird über Mulden und ein Regenwasserklärbecken in eine Retentionsfläche geleitet. Das Gebiet liegt in einem archäologischen Interessengebiet: Funde müssen vor Beginn der Bodenarbeiten in einer Hauptuntersuchung ausgegraben werden, rund 85 Meter südlich liegt ein eingetragener Grabhügel.

Lokaler Bezug

  • Kirchenmoor südlich des neuen Wohngebiets, teils Landschaftsschutzgebiet
  • Spöck als Vorrangfließgewässer nach Wasserrahmenrichtlinie
  • Eiderniederung mit Tunneltal-Geotop
  • Bronze- und eisenzeitliches Gräberfeld mit über 70 Fundstellen
Baustelle in Flintbek – Baulogistik Nord
Unser Leistungsspektrum

Unsere Umweltkontrollen auf der Baustelle

Überwachung der Bauzeitenregelung

Wir prüfen, ob Fällungen und Baufeldräumung in den erlaubten Zeiträumen liegen, begleiten Besatzkontrollen an Höhlenbäumen und halten fest, wann welche Fläche freigegeben wurde.

Kontrolle von Knicks und Schutzflächen

Wir begehen Knickschutzstreifen, Steilhang, Waldrand und Feuchtwald regelmäßig, prüfen Absperrungen und melden Befahrung, Lagerung oder Beschädigung sofort.

Gewässer- und Bodenschutz

Wir achten darauf, dass kein Schlamm und kein belastetes Wasser in Mulden, Retentionsflächen oder die Spöck gelangt. Außerdem kontrollieren wir Lagerplätze für Kraftstoff und Bodenmieten.

Dokumentation für Behörden

Alle Kontrollen werden mit Datum, Fotos und Befund festgehalten. So lässt sich gegenüber der unteren Naturschutzbehörde und dem Bauherrn belegen, dass die Auflagen eingehalten wurden.

Ihre Vorteile

Was die ökologische Begleitung in Flintbek bringt

Bauzeitenregelungen werden eingehalten, ohne dass der Bauablauf ins Stocken gerät.

Knicks, Steilhang und Feuchtwald bleiben unbeschädigt und müssen nicht teuer nachgebessert werden.

Gewässer und Retentionsflächen werden vor Eintrag aus der Baustelle geschützt.

Behörden erhalten eine lückenlose Dokumentation der Umweltkontrollen.

Typische Konflikte zwischen Bauablauf und Naturschutz

Der Erdbau soll im Frühjahr beginnen, die Baufeldräumung ist aber nur bis Ende Februar erlaubt.

→ Wir planen mit dem Bauherrn rückwärts: Gehölze und Flächen werden im Winter geräumt, damit der Erdbau im Frühjahr ohne Verstoß gegen die Bauzeitenregelung starten kann.

Ein Bagger fährt im Knickschutzstreifen, weil der kürzeste Weg dort entlangführt.

→ Wir sperren den Streifen sichtbar ab, weisen Fahrer ein und kontrollieren in kurzen Abständen. Schäden melden wir sofort, damit sie fachgerecht behoben werden.

Nach Starkregen läuft trübes Wasser von offenen Flächen in Richtung Spöck.

→ Wir prüfen Absetzmulden und Sperren, lassen sie bei Bedarf nachbessern und dokumentieren die Lage für die Bauleitung.

Beim Aushub tauchen Verfärbungen oder Scherben auf.

→ Nach Denkmalschutzgesetz sind Funde sofort zu melden. Wir stoppen die Arbeit an der Stelle, sichern sie und informieren Bauleitung und Denkmalbehörde.

Einsatzgebiete

Vorhaben in Flintbek mit ökologischer Begleitung

Wohngebiet mit Knicks und Fledermausflugstraßen

Das Quartier nach Bebauungsplan Nr. 50 mit Bauzeitenregelung, Beleuchtungsverbot in der Nacht und Knickschutz.

Retentions- und Ausgleichsflächen

Modellierung von Mulden, Klärbecken und Retentionsfläche am Rand von Kirchenmoor und Spöck.

Leitungsbau im Eidertal

Arbeiten in der Eiderniederung, einer Biotopverbundachse von landesweiter Bedeutung, mit Auflagen zu Gewässer und Talhängen.

Erdarbeiten in archäologischen Interessengebieten

Flintbek ist für ein über vier Kilometer langes Gräberfeld aus Bronze- und Eisenzeit bekannt. Bodenarbeiten brauchen dort Abstimmung mit der Denkmalpflege.

Unsere Zielgruppen in Flintbek

Bauträger und Erschließungsträger
Gemeinde Flintbek und Amt Eidertal
Tief- und Leitungsbauer
Planungsbüros und Umweltgutachter
Generalunternehmer im Wohnungsbau
Baustelle in Flintbek – Baulogistik Nord
So arbeiten wir

Ablauf der Zusammenarbeit in Flintbek

01

Auflagen auswerten

Wir lesen Umweltbericht, Artenschutzgutachten und Baugenehmigung und erstellen eine Liste aller Schutzmaßnahmen mit Fristen.

02

Schutzflächen einrichten

Vor Baubeginn werden Knickschutzstreifen, Waldrand und sensible Flächen abgesperrt und gekennzeichnet.

03

Regelmäßig kontrollieren

Während der Bauzeit begehen wir die Flächen nach festem Plan und nach Starkregen oder besonderen Arbeiten zusätzlich.

04

Berichten

Sie erhalten Kontrollberichte mit Fotos, die Sie an Bauherrn und Naturschutzbehörde weitergeben können.

Aus der Praxis

Typischer Fall: Erschließung eines Baufelds mit Knick und Höhlenbaum

Soll für eine Erschließungsstraße im neuen Quartier ein Knickabschnitt durchbrochen werden, in dem ein alter Baum mit Höhlen steht, dann legen wir die Fällung in die Zeit zwischen Dezember und Februar und lassen den Baum vorher auf überwinternde Fledermäuse prüfen. Das Knickmaterial wird gesichert und für neue Knicks am Gebietsrand verwendet.

Beginnen danach die Erdarbeiten, dann kontrollieren wir den angrenzenden Schutzstreifen, prüfen die Absperrung nach jedem Wetterumschwung und achten darauf, dass abends keine Beleuchtung den Dunkelkorridor an der Knicklücke stört.

Vertrauen & Qualität

ISO 9001 zertifiziert

Qualitätsmanagement

DIN 77200 zertifiziert

Sicherheitsdienstleistungen

AVPQ-zertifiziert

Amtliches Verzeichnis

DMB Mitglied

Deutscher Mittelstandsbund

Umweltschutz als Teil der Baulogistik

Schutzflächen, Absperrungen und erlaubte Fahrwege fließen in den Einrichtungsplan ein. So wissen Fahrer und Gewerke von Anfang an, wo sie nicht fahren und nichts lagern dürfen.

Die Kräfte der operativen Baulogistik und der Baustellensicherheit melden Auffälligkeiten an Knicks, Zäunen oder Gewässern an uns. Dadurch werden Umweltkontrollen nicht nur bei der Begehung, sondern im ganzen Baustellenalltag wirksam.

Häufige Fragen

FAQ – Ökologische Baubegleitung & Umweltkontrollen in Flintbek

Der Umweltbericht zum Bebauungsplan Nr. 50 erlaubt Baumfällungen ab 20 Zentimetern Stammdurchmesser nur vom 1. Dezember bis Ende Februar. Die übrige Baufeldfreimachung und Gehölzbeseitigung ist vom 1. Oktober bis Ende Februar zulässig.

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Kontakt

Umweltauflagen für Ihr Vorhaben in Flintbek im Griff

Schicken Sie uns Umweltbericht und Baugenehmigung. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Auflagen mit Ihrem Bauzeitenplan vereinbaren lassen.

Telefon

+49 (0) 4321 78 33 590

E-Mail

info@baulogistik-nord.de

Erreichbarkeit

Mo–Fr: 07:00 – 18:00 Uhr

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