
Kaum eine Stadt in Südniedersachsen stellt die Planung einer Baustellenfläche vor so gegensätzliche Aufgaben. Im Zentrum prägen mehr als 150 Fachwerkhäuser ein spätmittelalterliches Ensemble, das nach dem Stadtbrand von 1540 einheitlich neu entstand und teils auf noch älteren Gewölbekellern ruht. Vor den Toren der Stadt liegen dagegen offene Flächen auf Lössboden, auf denen Hallen und Lagerplätze Raum brauchen.
Wir planen in Einbeck, wo Container, Lagerzonen, Kranstandort, Baustrom und Bauwasser hinkommen, bevor der erste Lkw rollt. Dazu gehören ein Zufahrtskonzept, ein Bauzaunplan und eine Baustellenordnung, die für alle Gewerke vom ersten Tag an gilt. In der Altstadt heißt das vor allem: wenig Platz klug nutzen. Am Stadtrand heißt es: große Flächen so ordnen, dass Wege kurz bleiben und nichts doppelt umgeschlagen wird.
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Unter vielen Häusern der Altstadt liegen Gewölbekeller, die älter sind als das Fachwerk darüber. Wer dort einen Mobilkran abstützt, Paletten stapelt oder einen Container abstellt, muss vorher wissen, was der Untergrund trägt. Wir nehmen Kellerlage und Lastannahmen in den Einrichtungsplan auf und verteilen schwere Lasten auf Flächen, die ein Tragwerksplaner freigegeben hat.
Rund um die Tiedexer Straße, das Alte Rathaus und die übrigen Gassen der Altstadt bleibt zwischen den Häuserzeilen wenig Raum. Lagerflächen entstehen hier oft nur im Hof, auf einem Teil der Fahrbahn oder auf einer Nachbarfläche. Weil Fachwerk brennbar ist, planen wir Abstände für Gasflaschen, Baustromverteiler und brennbares Material zu den Nachbarhäusern gleich mit ein.
Ganz anders sieht es westlich der Kernstadt aus. Dort hat die Stadt bereits 2008 einen Rahmenplan für das Gewerbegebiet Nordwest zwischen Hannoverscher und Markoldendorfer Straße aufgestellt. Der Untergrund im Einbeck-Markoldendorfer Becken besteht aus Löss und Braunerden, die bei Nässe schnell aufweichen. In der Tiefe können lösliche Sulfatgesteine liegen, deshalb lohnt sich ein Blick in das Baugrundgutachten, bevor Baustraßen und Kranfundamente festgelegt werden.

Wir zeichnen Containerstandorte, Lager, Kranschwenkbereich, Wege und Zufahrt in einen Plan, der sich mit dem Bauablauf ändert. Für ein Fachwerkhaus in der Altstadt sieht dieser Plan anders aus als für eine Halle am Stadtrand von Einbeck.
Wir klären Anschlusspunkte mit dem Netzbetreiber, setzen Verteiler so, dass Leitungen keine Fluchtwege kreuzen. Außerdem halten wir Abstand zu Holzbauteilen. Auf großen Flächen planen wir die Verteilung so, dass jedes Baufeld ohne lange Kabeltrommeln auskommt.
Büro-, Aufenthalts- und Sanitärcontainer stellen wir dorthin, wo der Boden trägt und sie den Bauablauf nicht blockieren. In engen Lagen prüfen wir auch Flächen auf Nachbargrundstücken oder eine gestapelte Aufstellung.
Wir legen fest, wo Zaun und Tore stehen, wie Fußgänger an der Baustelle vorbeikommen und welche Schilder die Zufahrt markieren. In der Altstadt achten wir darauf, dass Hauseingänge und Läden erreichbar bleiben.
Kellerlage, Brandschutz und Flächenbedarf sind schon im Plan berücksichtigt.
Alle Gewerke finden vom ersten Tag an Strom, Wasser, Lager und Aufenthalt.
Der Einrichtungsplan wächst mit jeder Bauphase mit.
Nachbarn, Läden und Fußgänger behalten ihre Wege.
→ Wir verschieben die Aufstellung auf geprüfte Flächen, planen Lastverteilungsplatten ein und stimmen den Standort mit der Tragwerksplanung ab.
→ Wir trennen Lager und Arbeitsfläche, nutzen einen Hof oder eine Nachbarfläche und planen eine Anlieferung, die nur so viel bringt, wie am Tag verbaut wird.
→ Baustraßen aus Schotter oder Platten legen wir vor dem Erdbau an. Lagerflächen bekommen einen tragfähigen Unterbau und ein Gefälle, damit Wasser abläuft.
→ Wir ordnen Container und Lager nach Höhenlage, sodass schwere Lasten auf ebenem Grund stehen und Fahrwege keine steilen Rampen brauchen.
Arbeiten an denkmalgeschützten Häusern im Ensemble der Altstadt mit wenig Fläche und Kellern unter Hof und Gehweg.
Hallen und Lagerplätze im Gewerbegebiet Nordwest mit großen Flächen auf Lössboden und Zufahrt über die Hannoversche Straße.
Neubauten in den dörflich geprägten Ortsteilen mit schmalen Zufahrten und Baufeldern am Ortsrand.
Vorhaben nahe den erhaltenen Wällen westlich der Altstadt, wo Bäume und Böschungen die Fläche begrenzen.

Wir sehen uns Fläche, Zufahrt, Nachbarschaft und Untergrund an und sammeln Angaben zu Kellern, Leitungen und Gefälle.
Container, Lager, Kran, Strom, Wasser und Zaun kommen in einen Plan, den wir mit Bauleitung und Behörden abstimmen.
Wir richten die Baustelle nach Plan ein, prüfen Anschlüsse und übergeben eine Baustellenordnung an alle Gewerke.
Mit jeder Bauphase passen wir die Einrichtung an. Am Ende bauen wir zurück und hinterlassen die Fläche geräumt.
Soll ein Fachwerkhaus in der Altstadt von Einbeck saniert werden und reicht der Hof nicht für Gerüstmaterial, Holz und Container, dann teilen wir die Fläche auf: Im Hof liegt nur, was in den nächsten Tagen gebraucht wird, der Container steht auf einer abgestimmten Teilfläche der Straße. Der Kran kommt nur an Tagen mit großen Hüben.
Liegt unter dem Hof ein Gewölbekeller, dann legen wir Lastgrenzen mit der Tragwerksplanung fest und markieren die Flächen im Plan. Gasflaschen und Lösemittel stehen mit Abstand zum Holz in einem abschließbaren Behälter, ein Feuerlöscher hängt an jeder Etage.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Der Einrichtungsplan ist die Grundlage für das Logistik-Management: Erst wenn Lagerflächen und Tore feststehen, lassen sich Anlieferfenster vergeben. Ebenso richtet sich die Zugangskontrolle nach den Toren, die wir im Plan festlegen.
Ändert sich der Bauablauf, etwa weil ein Gewerk früher fertig wird oder ein zweiter Bauabschnitt beginnt, passen wir Flächen, Strom und Zaun an. So bleibt die Einrichtung bis zum Abbau ein Werkzeug der Bauleitung und kein einmal gezeichnetes Blatt.
Das hängt vom Keller ab. In der Altstadt von Einbeck stehen viele Häuser auf alten Gewölben, deren Tragfähigkeit niemand aus dem Kopf kennt. Wir lassen die Aufstellfläche von der Tragwerksplanung freigeben oder suchen einen anderen Standort und verteilen die Last mit Platten.

Schicken Sie uns Lageplan, Bauzeit und eine kurze Beschreibung. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Einrichtung und Flächenaufteilung.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Einbeck. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit