Sie wissen danach, welche Wege zum internen Transportnetz gehören, welche Regeln dafür gelten und woran eine gute Wegeplanung zu erkennen ist.
Von Manuel Rutsch · Stand: 9. Oktober 2026
Interne Transportwege sind alle Wege auf dem Baugelände, über die Material, Geräte und Menschen bewegt werden. Dazu gehören Baustraßen für Lkw und Radlader, Wege für Stapler und Teleskoplader, Fußwege zu Containerdorf und Gebäude sowie vertikale Wege über Bauaufzug, Treppentürme und Schächte.
Sie verbinden das Tor mit Abladestellen, Lagerflächen, Kranbereichen und Entsorgungsinseln. Ihre Lage gehört in den Baustelleneinrichtungsplan. Weil sich das Baufeld ständig verändert, muss das Wegenetz mit jedem Bauabschnitt neu geprüft werden.
| Weg | Nutzer | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Baustraße | Lkw, Fahrmischer, Radlader | Tragfähigkeit, Entwässerung, Wendemöglichkeit |
| Staplerweg | Stapler, Teleskoplader, Hubwagen | ebene Fläche, Sicht, Abstand zu Fußgängern |
| Fußweg | Beschäftigte, Besucher | Trennung vom Fahrverkehr, Beleuchtung, Absturzsicherung |
| Rettungsweg | Feuerwehr, Rettungsdienst, Flucht | dauerhaft frei, gekennzeichnet, befahrbar |
| Vertikaler Weg | Material und Personen | Aufzugszeiten, Übergabepunkte je Geschoss |
Für Verkehrswege auf Baustellen gelten die Arbeitsstättenverordnung und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten, insbesondere die ASR A1.8 zu Verkehrswegen und die ASR A3.4 zur Beleuchtung. Dort sind Anforderungen an Breiten, Abstände, Kennzeichnung und Sicht beschrieben. Die Gefährdungen aus dem Fahrverkehr gehören in die Gefährdungsbeurteilung der beteiligten Unternehmen.
Der häufigste Fehler ist ein Wegenetz, das nur zu Baubeginn geplant wurde. Sobald die Baugrube verfüllt oder ein Gerüst gestellt ist, verschieben sich Wege, ohne dass jemand die Beschilderung anpasst. Ebenso häufig: Paletten und Gebinde stehen auf dem Fußweg, weil die Lagerfläche zu knapp ist. Dann laufen Beschäftigte über die Baustraße.
Auf engen Innenstadtgrundstücken, etwa in Hamburg-Altona oder Bremen-Mitte, bleibt oft nur ein einziger Fahrweg. Hier hilft eine zeitliche Trennung: Anlieferungen in festen Zeitfenstern, Fußverkehr in dieser Zeit über einen gesicherten Umweg. Wie sich Material ohne Umwege durch die Baustelle bewegt, beschreibt der Beitrag Materialfluss optimieren.
Baulogistik Nord plant interne Wege als Teil der Baustelleneinrichtung und überwacht sie im laufenden Betrieb mit Logistikkoordinatoren vor Ort.
Meist richtet der Generalunternehmer oder der Bauherr über einen Logistikdienstleister die Wege ein und hält sie instand. Jedes Unternehmen bleibt aber für die sichere Nutzung durch die eigenen Beschäftigten verantwortlich. Die Zuständigkeiten sollten in der Baustellenordnung und im SiGe-Plan stehen.
Bei jeder größeren Änderung des Baufelds, etwa nach Verfüllung, Kranumsetzung oder Gerüststellung. Zusätzlich lohnt ein kurzer Rundgang zu Wochenbeginn, um Hindernisse und beschädigte Absperrungen zu finden. Änderungen gehören in den aktuellen Einrichtungsplan.
Ja, aber nur an festgelegten, gut sichtbaren Übergängen mit freier Sicht für beide Seiten. Ideal sind wenige Übergänge mit Absperrung und Kennzeichnung. Wo viel Verkehr herrscht, kann ein Einweiser den Übergang zu Spitzenzeiten regeln.
Wir planen und betreiben die Logistik Ihrer Baustelle, bundesweit.