
Jede Lieferung nach Kappeln kommt auf der Straße. Einen regulären Bahnanschluss hat die Stadt seit 1972 nicht mehr, Güterschiffe fahren auf der Schlei nur noch gelegentlich. Beton, Stahl, Fertigteile und Fenster rollen also über die drei Bundesstraßen B 199, B 201 und B 203, die in Kappeln beginnen oder enden. Wo diese Wege zusammenlaufen, entscheidet ein gutes Konzept darüber, ob ein Lkw sofort abladen kann oder in der Schlange steht.
Wir entwickeln für Baustellen in Kappeln das Logistikkonzept und steuern die Anlieferungen über feste Zeitfenster. Dazu gehören die Abstimmung mit Lieferanten und Gewerken, die Planung der Zufahrten und eine Liefersteuerung, die Brückenöffnungen, Saisonverkehr und Anwohner berücksichtigt.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Schleibrücke verbindet Angeln mit Schwansen und trägt die B 203 vierstreifig über das Wasser. Sie öffnet auf Anforderung jeweils zwanzig Minuten vor der vollen Stunde, von April bis Oktober zwischen 5.40 und 21.40 Uhr, im Winterhalbjahr zwischen 7.40 und 17.40 Uhr. Während einer Öffnung staut sich der Verkehr auf beiden Seiten. Ein Lieferfenster für Ellenberg oder Olpenitz, das genau auf diese Minuten fällt, ist verloren.
Kappeln lebt stark vom Tourismus. In der warmen Jahreszeit kommen Gäste mit Auto, Wohnmobil und Rad, der Ostseeküsten-Radweg führt durch die Stadt und die Angelner Dampfeisenbahn fährt an Wochenenden. Zu den Heringstagen an Christi Himmelfahrt ist die Innenstadt besonders voll. Schwere Anlieferungen legen wir in diesen Zeiten in die frühen Morgenstunden oder auf andere Tage.
In der Altstadt mit ihrer Fußgängerzone und den engen Straßen am Hafen gibt es kaum Haltemöglichkeiten. Hier wohnen Menschen, Geschäfte bekommen ihre eigene Ware und Busse fahren den zentralen Omnibusbahnhof an. Eine Baustelle kann dort nur funktionieren, wenn Fahrzeuge nacheinander und nicht gleichzeitig ankommen.

Wir erfassen Mengen, Gewerke, Bauphasen und Zufahrten und leiten daraus ab, wie viele Lieferungen pro Tag die Baustelle in Kappeln aufnehmen kann und welche Wege die Fahrzeuge nehmen.
Jede Lieferung erhält ein Zeitfenster. Für Baustellen jenseits der Schlei planen wir die Fenster so, dass Lkw die Brücke nicht während einer Öffnung erreichen.
Lieferanten aus Flensburg, Schleswig, Kiel oder weiter entfernt bekommen Anfahrtsbeschreibung, Abladestelle und Ansprechpartner. Verspätungen melden sie, damit das Fenster neu vergeben werden kann.
Anwohner und Geschäfte informieren wir über laute oder große Anlieferungen. Ruhezeiten und Saisonspitzen fließen in den Lieferplan ein.
Lkw warten nicht im Straßenraum, sondern kommen in ihrem Fenster an.
Gewerke erhalten ihr Material dann, wenn sie es verbauen.
Anlieger und Geschäfte in der Nachbarschaft wissen, wann es laut oder eng wird.
Die Bauleitung sieht jeden Tag, welche Lieferungen anstehen und welche sich verschieben.
→ Betonierfenster planen wir mit Abstand zur Brückenöffnung und klären mit dem Werk vorab, welche Fahrtzeiten für die Mischung zulässig sind.
→ Feste Zeitfenster und eine Wartezone außerhalb des Zentrums sorgen dafür, dass immer nur ein Fahrzeug an der Abladestelle steht.
→ Großanlieferungen verlegen wir in die Morgenstunden oder in die Nebensaison, kleinere Fahrten bündeln wir auf weniger Termine.
→ Jede Spedition erhält eine Anfahrtsskizze mit Abladeplatz, Höhen- und Gewichtsgrenzen und einer Telefonnummer auf der Baustelle.
Ferienhäuser und Wohnungen in Olpenitz und Ellenberg, bei denen jede Lieferung über die Schleibrücke kommt.
Hallen im geplanten Gewerbegebiet in Loitmark mit Fertigteilen, Stahl und Großgeräten auf direktem Weg über die Bundesstraße.
Sanierung und Umbau im Sanierungsgebiet, wo Lieferungen nur nacheinander und mit kleinen Fahrzeugen möglich sind.
Vorhaben am Südhafen und in Grauhöft, bei denen Lieferverkehr und Hafenbetrieb dieselben Flächen nutzen.

Wir erfassen Liefermengen je Bauphase, Herkunft der Lieferanten, Zufahrten und Engstellen wie die Schleibrücke.
Wir legen Abladestellen, Wartezonen und Lieferfenster fest und stimmen sie mit Bauleitung und Gewerken ab.
Lieferungen werden angemeldet, Fenster vergeben und Verspätungen umgeplant. Die Bauleitung erhält eine tägliche Übersicht.
Ändern sich Bauablauf oder Saison, schreiben wir Konzept und Fenster fort und informieren alle Beteiligten.
Liegt eine Baustelle auf der Ellenberger Seite und kommt der Beton aus einem Werk in Angeln, dann führt jede Fahrt über die Schleibrücke. Wir legen den Takt der Fahrzeuge so, dass zwischen zwei Öffnungen genug Zeit für Hin- und Rückweg bleibt. Dazu kommt ein Puffer, falls eine Öffnung länger dauert.
Fällt die Betonage in den Sommer, dann beginnen wir früh am Morgen, wenn wenig Ausflugsverkehr unterwegs ist. Ein Einweiser steht an der Zufahrt, die Pumpe ist vor dem ersten Fahrzeug aufgebaut und die Nachbarschaft weiß am Vortag Bescheid.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die Liefersteuerung baut auf dem Lageplan der Baustelleneinrichtung auf und gibt den Takt für die operative Baulogistik vor. Wer ablädt, wer verteilt und wer das Leergut abholt, ist im Plan festgelegt. Die Zugangskontrolle am Tor kennt die angemeldeten Fahrzeuge.
Ändern sich Bauablauf oder Mengen, passen wir die Zeitfenster an und melden die Änderungen an Lieferanten und Gewerke. So bleibt der Materialfluss auf einer Baustelle in Kappeln auch dann ruhig, wenn draußen Saison ist.
Die Brücke öffnet auf Anforderung zwanzig Minuten vor der vollen Stunde. Wir legen Lieferfenster für Baustellen auf der Schwansener Seite so, dass Fahrzeuge die Brücke nicht in dieser Zeit erreichen. Bei zeitkritischem Material wie Beton kommt ein Puffer hinzu.

Nennen Sie uns Lage, Bauzeit und Liefermengen. Wir entwerfen ein Logistikkonzept mit Zeitfenstern für Ihr Vorhaben.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Kappeln. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit