Sie wissen danach, was in einen Verkehrszeichenplan gehört, wer ihn erstellt und wie er mit Anlieferung und Baustellenzufahrt zusammenhängt.
Von Manuel Rutsch · Stand: 9. Oktober 2026
Der Verkehrszeichenplan, oft kurz VZP genannt, ist die zeichnerische Darstellung aller Schilder, Absperrgeräte und Markierungen, mit denen eine Arbeitsstelle im öffentlichen Verkehrsraum abgesichert wird. Er ist die Grundlage für die verkehrsrechtliche Anordnung: Die Behörde prüft den Plan, ergänzt ihn bei Bedarf und ordnet ihn dann an.
Fachlich stützt sich der Plan auf die RSA 21, die Richtlinien für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen. Sie enthalten Regelpläne für typische Situationen, etwa Arbeiten am Fahrbahnrand, halbseitige Sperrung mit Wechselverkehr oder Arbeiten auf dem Gehweg. Passt kein Regelplan, wird ein eigener Plan auf Basis eines Lageplans gezeichnet.
| Element | Beispiel |
|---|---|
| Verkehrszeichen mit Nummer | Zeichen 123 Arbeitsstelle, Zeichen 283 absolutes Haltverbot |
| Absperrgeräte | Absperrschranken, Leitbaken, Leitkegel, siehe Absperrtafel und Leitbake |
| Maße und Abstände | Restfahrbahnbreite, Abstand der Schilder zur Arbeitsstelle |
| Führung von Fußgängern und Radfahrern | Notweg, Rampe, Bordabsenkung, Breite |
| Beleuchtung | Warnleuchten an Absperrungen bei Dunkelheit |
| Geltungszeit | Tage, Uhrzeiten, Phasen bei wechselnden Bauzuständen |
Für eine Anlieferzone oder eine temporäre Halteverbotszone reicht oft ein schlanker Plan mit Haltverbotszeichen, Zusatzzeichen und Länge der Zone. Für eine halbseitige Sperrung mit Ampel ist der Plan deutlich umfangreicher.
Erstellt wird der Plan meist von einer Verkehrssicherungsfirma mit Fachkunde für Arbeitsstellen an Straßen. Die Baulogistik liefert ihr die Eckdaten. Ein Fehler, den wir häufig sehen: Der Plan zeigt die Absperrung für die Bauarbeiten, nicht aber die Fläche für das Abladen. Dann stehen Lkw in zweiter Reihe. Wer den Plan früh mit dem Baustelleneinrichtungsplan abgleicht, vermeidet das.
Der Verkehrszeichenplan regelt den öffentlichen Verkehr vor und an der Baustelle. Die Wege auf dem Baufeld selbst zeigt der Baustelleneinrichtungsplan, die Beschilderung innen ein Wegeleitsystem. In Städten wie Berlin, Köln oder Hamburg greifen alle drei eng ineinander: Ein Lkw biegt nach dem VZP in die Anlieferzone ein, folgt der Beschilderung zur Abladestelle und verlässt das Gelände über eine geregelte Ausfahrt.
Unsere Baustelleneinrichtungsplanung stimmt Zufahrt, Anlieferzone und innere Wege so ab, dass der Plan zur tatsächlichen Logistik passt.
Nicht immer. Für Standardfälle genügt oft ein angepasster Regelplan der RSA 21. Bei besonderen Situationen, etwa engen Kreuzungen oder mehreren Bauphasen, ist ein eigener Plan auf Grundlage eines Lageplans üblich.
Nein, nicht eigenmächtig. Ändert sich die Lage auf der Baustelle, wird ein geänderter Plan eingereicht und neu angeordnet. Bis dahin gilt die bestehende Anordnung.
Die Behörde und die Polizei können kontrollieren. Für den laufenden Zustand ist das ausführende Unternehmen verantwortlich, das die Absicherung regelmäßig prüfen und dokumentieren sollte.
Wir planen und betreiben die Logistik Ihrer Baustelle, bundesweit.