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Absperrtafel / Leitbake

Sie wissen danach, welche Absperrelemente es gibt, wofür sie gedacht sind und wie sie im Alltag einer Baustelle mit Lieferverkehr richtig betreut werden.

Von Manuel Rutsch · Stand: 9. Oktober 2026

Die wichtigsten Elemente im Überblick

Absperrtafeln und Leitbaken sind Verkehrseinrichtungen nach der Straßenverkehrs-Ordnung. Sie trennen den Arbeitsbereich vom fließenden Verkehr, führen Fahrzeuge an der Arbeitsstelle vorbei und warnen vor der Gefahr. Wie sie aufzustellen sind, ergibt sich aus der verkehrsrechtlichen Anordnung und dem zugehörigen Verkehrszeichenplan. Technische Grundlage sind die Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA 21).

ElementAufgabeTypischer Einsatz
Absperrschrankesperrt einen Bereich quer zur Fahrtrichtung abStirnseite einer Arbeitsstelle, gesperrter Gehweg
Leitbake (Pfeilbake)zeigt durch die Schrägstreifen, auf welcher Seite vorbeizufahren istVerschwenkung und Längsabsperrung
Leitkegelkurzzeitige Leitung und AbgrenzungArbeitsstellen von kurzer Dauer, Anlieferung
Fahrbare Absperrtafelsichert bewegliche oder kurze Arbeitsstellen gegen den VerkehrFahrstreifensperrung auf Schnellstraßen
Warnleuchtenmachen Absperrungen bei Dunkelheit sichtbarErgänzung zu Schranken und Baken

Welche Elemente in welchem Abstand, mit welcher Beleuchtung und in welcher Größe stehen müssen, hängt von Straßenart, Geschwindigkeit und Dauer der Arbeiten ab. Diese Festlegung trifft nicht die Baustelle selbst, sondern die zuständige Behörde in der Anordnung.

Bezug zur Baulogistik

Absperrungen sind nicht nur Sache des Tiefbaus. Auch eine Hochbaustelle in der Innenstadt braucht sie, sobald Gehweg oder Fahrbahn für Anlieferung, Mobilkran oder Containerstellplatz genutzt werden. In Hamburg, Bremen oder Berlin gehört die Absicherung eines Kranstellplatzes am Straßenrand zum Alltag.

Für die Logistik entscheidend ist, dass die Absperrung zu den Abläufen passt. Muss jeder Lkw die Bakenreihe verschieben, um auf die Fläche zu kommen, wird sie früher oder später falsch zurückgestellt. Besser ist eine Einfahrt, die im Verkehrszeichenplan schon vorgesehen ist, und ein Einweiser, der Ein- und Ausfahrten absichert.

Kontrolle und typische Mängel

Wer eine Absperrung aufstellt, muss sie auch unterhalten. Das folgt aus der Verkehrssicherungspflicht. In der Praxis heißt das: regelmäßige Kontrollen, auch nachts und am Wochenende, und ein Nachweis darüber.

  • Umgefallene oder verschobene Baken nach Wind oder Anfahrt
  • Defekte oder fehlende Warnleuchten
  • Verschmutzte Folien, die nachts kaum noch reflektieren
  • Lücken in der Absperrung, durch die Fußgänger oder Radfahrer ohne sichere Führung laufen
  • Absperrungen, die nach Ende der Arbeiten stehen bleiben und Verkehr unnötig behindern

Ein kurzer Kontrollbogen mit Uhrzeit, Befund und Foto genügt oft, um die Prüfung nachzuweisen. Mehr zu Anordnung und Ablauf im Ratgeber Verkehrsrechtliche Anordnung und Verkehrszeichenplan.

Baulogistik Nord übernimmt Kontrollrunden mit digitalen Berichten im Rahmen der Baustellensicherheit.

Fragen zum Begriff

Darf die Baustelle Absperrtafeln selbst aufstellen?

Aufstellen darf das ausführende Unternehmen, aber nur so, wie die Behörde es angeordnet hat. Ohne Anordnung nach § 45 StVO dürfen Verkehrseinrichtungen im öffentlichen Raum nicht eigenmächtig aufgestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Leitbake und Leitkegel?

Die Leitbake ist ein standfestes Element mit Fuß für längere Arbeitsstellen. Der Leitkegel ist leichter und schneller aufgestellt, eignet sich aber eher für kurze Arbeiten. Welches Element erlaubt ist, steht in der Anordnung.

Wie oft muss eine Absperrung kontrolliert werden?

Eine feste Zahl für alle Fälle gibt es nicht. Die Behörde kann Kontrollintervalle in der Anordnung vorgeben. Ansonsten richtet sich die Häufigkeit nach Verkehr, Wetter und Gefährdung, nach Sturm oder Unfall ist eine sofortige Kontrolle angezeigt.

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