
In Ratekau liegen mehrere Schutzgebiete auf engem Raum. Das Naturschutzgebiet „Sielbektal, Kreuzkamper Seenlandschaft und umliegende Wälder“ umfasst 209 Hektar, dazu kommen das Naturschutzgebiet „Ruppersdorfer See“ und Anteile an der Aalbeek-Niederung am Hemmelsdorfer See. Moore, Kiesgrubengewässer, Bachtäler und alte Wälder liegen dicht neben Siedlungen und Verkehrswegen.
Wer hier baut, bekommt häufig Auflagen aus dem Natur- und Artenschutz. Unsere ökologische Baubegleitung setzt diese Auflagen auf der Baustelle um: Wir kontrollieren Schutzzäune, überwachen Tabuzonen, dokumentieren Funde und sorgen dafür, dass die Vorgaben der Genehmigung im Bauablauf eingehalten werden. Die Umweltkontrollen laufen dabei parallel zum normalen Baubetrieb.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Amphibien kommen in großer Zahl vor. Laut dem Faltblatt des Landesamtes zum Naturschutzgebiet am Sielbektal laichen dort Laubfrosch, Moorfrosch und Kammmolch, der gefährdete Laubfrosch kommt in großer Zahl vor. Liegt eine Baustelle zwischen Laichgewässer und Winterquartier, können Amphibienschutzzäune vorgeschrieben sein, die während der Wanderzeit regelmäßig kontrolliert werden müssen.
Auch Vögel und Insekten stellen Anforderungen. Im Schutzgebiet brüten Kraniche, die laut Faltblatt sehr empfindlich auf Störungen reagieren. Die Kreuzkamper Seenlandschaft ist Brutplatz für Haubentaucher und Teichrohrsänger, Eisvogel und Seeadler suchen dort Nahrung. Die Zierliche Moosjungfer, eine europaweit streng geschützte Libelle, ist zurzeit landesweit nur in der Gemeinde Ratekau nachgewiesen. Bauzeiten, Lärm und Licht müssen in solchen Lagen mit Rücksicht auf Brut- und Fortpflanzungszeiten geplant werden.
Wasser und Boden sind besonders empfindlich. Das gesamte Gemeindegebiet liegt nach dem Landschaftsplan in einem Wasserschongebiet, der Hemmelsdorfer See ist durch Nährstoffeinträge belastet. In den Senken liegen Moorböden, der Landschaftsplan nennt unter anderem das Warnsdorfer Moor, das Pansdorfer Moor und das Ratekauer Moor. Eintrag von Schlamm, Zementwasser oder Kraftstoff in Gräben und Gewässer muss auf der Baustelle verhindert werden.

Wir kontrollieren Schutzzäune und Fangeimer in den Wanderzeiten in festen Abständen, setzen Tiere fachgerecht über und dokumentieren Art und Anzahl der Funde für die Naturschutzbehörde.
Schutzbereiche wie Gehölze, Uferstreifen oder Moorränder werden abgegrenzt und regelmäßig begangen. Beschädigungen oder unerlaubtes Befahren melden wir sofort an die Bauleitung.
Wir kontrollieren Absetzbecken, Sperren gegen Schlammeintrag und die Lagerung wassergefährdender Stoffe. Bei Erdarbeiten achten wir auf getrennte Lagerung von Ober- und Unterboden.
Alle Umweltkontrollen werden mit Datum, Ort und Befund festgehalten, auf Wunsch mit Fotos. Die Berichte dienen als Nachweis gegenüber der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Ostholstein.
Auflagen aus der Genehmigung werden auf der Baustelle sichtbar umgesetzt.
Baustopps durch Verstöße gegen den Artenschutz werden seltener.
Die Dokumentation steht jederzeit für Rückfragen der Behörde bereit.
Natur- und Bauablauf werden früh aufeinander abgestimmt, statt sich gegenseitig zu blockieren.
→ Ein Schutzzaun mit Fangeimern leitet die Tiere um, unsere Kontrollen in der Wanderzeit stellen sicher, dass kein Tier im Eimer verendet.
→ Lärmintensive Arbeiten werden außerhalb der Brutzeit geplant oder mit Abstand ausgeführt, die Einhaltung wird kontrolliert.
→ Absetzbecken und Sperren werden vorab eingerichtet und nach jedem Regen kontrolliert, bei Bedarf wird das Wasser abgepumpt und gereinigt.
→ Tabuflächen werden mit Zaun und Schildern gesichert, Verstöße dokumentieren wir und klären sie sofort mit der Bauleitung.
Wohnbauflächen, die an Wald, Knicks oder Feuchtgebiete grenzen und Artenschutzauflagen mit sich bringen.
Trassen durch Niederungen und Bachtäler, bei denen Amphibienzäune und Gewässerschutz nötig sind.
Straßen- und Bahnbau, der Lebensräume zerschneidet und Querungshilfen oder Schutzzäune verlangt.
Vorhaben an Seen, Gräben und Ufern, bei denen Wasserqualität und Uferbewuchs geschützt werden.

Wir lesen Genehmigung, Artenschutzgutachten und Landschaftspflegerischen Begleitplan und leiten die nötigen Kontrollen ab.
Zäune, Tabuflächen und Gewässersperren werden vor Baubeginn aufgebaut und abgenommen.
Wir prüfen Zäune, Schutzbereiche und Gewässer im vereinbarten Takt und dokumentieren jeden Befund.
Berichte gehen an Bauleitung und Behörde, am Ende werden Schutzmaßnahmen geordnet zurückgebaut.
Führt eine Versorgungsleitung in Ratekau durch eine feuchte Niederung oder am Rand eines Waldes entlang, kreuzt die Trasse häufig Wanderwege von Amphibien und liegt in der Nähe von Gräben. Fällt der Bau in das Frühjahr, dann verlangt die Genehmigung oft einen Amphibienschutzzaun und Schutzmaßnahmen für das Gewässer.
In diesem Fall wird der Zaun vor Beginn der Wanderzeit aufgestellt und in festen Abständen kontrolliert, Funde werden umgesetzt und notiert. Am Graben verhindern Sperren den Eintrag von Schlamm. Der Oberboden wird getrennt gelagert und nach Abschluss wieder eingebaut, die Berichte gehen an die Behörde.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die Umweltkontrollen sind Teil der täglichen Baustellenorganisation. Tabuflächen fließen in den Einrichtungsplan ein, Lieferwege werden so gelegt, dass sie Schutzbereiche nicht berühren.
Unser Personal arbeitet eng mit der Bauleitung und den Gewerken zusammen. Wer auf der Baustelle neu ist, erfährt bei der Einweisung, welche Bereiche tabu sind und welche Regeln für Gewässer und Boden gelten.
Unter anderem das Naturschutzgebiet „Sielbektal, Kreuzkamper Seenlandschaft und umliegende Wälder“ mit 209 Hektar, das Naturschutzgebiet „Ruppersdorfer See“ und Teile der Aalbeek-Niederung am Hemmelsdorfer See, die zum europäischen Vogelschutzgebiet gehört.

Schicken Sie uns Ihre Genehmigung mit den Auflagen. Wir sagen Ihnen, welche Kontrollen nötig sind und wie wir sie in den Bauablauf einbinden.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Ratekau. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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