
Kellinghusen ist auf engem Raum von Schutzgebieten umgeben. Die Stör samt schmalem Uferstreifen gehört zum FFH-Gebiet „Schleswig-Holsteinisches Elbästuar und angrenzende Flächen“, ab der Störbrücke der L 115 in Grönhude beginnt das FFH-Gebiet „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“. Ein Abschnitt der Mühlenbek gehört zu einem weiteren FFH-Gebiet, in Rensing liegt das Naturschutzgebiet „Heideflächen bei Kellinghusen“ und die ganze Stadt gehört zum Naturpark Aukrug.
Wer hier baut, bekommt mit der Genehmigung oft Auflagen zu Bauzeiten, Schutzstreifen und Artenschutz. Unsere ökologische Baubegleitung setzt diese Auflagen auf der Baustelle um: Sie kontrolliert Schutzzonen, begleitet Rodungen und Abrisse, betreut Amphibienzäune und dokumentiert alles für die untere Naturschutzbehörde.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Das FFH-Gebiet „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“ umfasst den Flusslauf und in der Regel einen zehn Meter breiten Randstreifen auf beiden Seiten. Das Störsystem ist als Laichplatz und Aufwuchsgebiet für Meer-, Fluss- und Bachneunauge besonders schutzwürdig. Baustellen in Ufernähe müssen deshalb verhindern, dass Schlamm, Betonwasser oder Treibstoff in den Fluss gelangen. Den Randstreifen befahren sie nicht.
Auch an Land ist der Artenschutz konkret. Für das Gebiet Poggenwiese wurden Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Großer Abendsegler nachgewiesen, die Stör gilt als Jagdrevier und Flugstraße. Ein Weißstorchpaar nutzt das Grünland zur Nahrungssuche, ein Turmfalke brütet in einem Gewerbegebäude. Kammmolch und Fischotter können potenziell vorkommen. Daraus ergeben sich feste Zeitfenster: Bäume über 20 Zentimeter Stammdurchmesser dürfen nur von Dezember bis Februar fallen, die übrige Baufeldräumung nur von Oktober bis Februar.
Hinzu kommen Knicks und Böden. In Schleswig-Holstein sind Knicks gesetzlich geschützt, im Baugebiet Lockstedter Weg sind Knickschutzstreifen festgesetzt, in denen weder gebaut noch abgegraben werden darf. In der Störaue liegen Gleye (Grundwasserböden) und stellenweise zersetzter Torf. Solche Böden werden durch schwere Fahrzeuge leicht verdichtet, deshalb gehören Fahrwege auf feste Trassen.

Wir begleiten das Vorhaben von der Baufeldfreimachung bis zur Abnahme, prüfen die Einhaltung der Auflagen aus Genehmigung und Bebauungsplan und stimmen uns mit der unteren Naturschutzbehörde ab.
Vor Fällungen und Gebäudeabrissen prüfen wir, ob die Bauzeitenregelung eingehalten ist. Außerdem organisieren wir die Besatzkontrolle von Höhlenbäumen und Dachbereichen durch fachkundige Personen.
Amphibienschutzzäune werden regelmäßig kontrolliert, Tiere fachgerecht umgesetzt und Funde protokolliert. An der Stör achten wir auf Sedimentsperren, dichte Lager für Treibstoff und freie Uferstreifen.
Knickschutzstreifen, Wurzelbereiche und Gehölze werden vor Baubeginn abgesteckt und eingezäunt. Bei Rundgängen prüfen wir, dass dort weder Material lagert noch Fahrzeuge stehen.
Auflagen zu Bauzeiten, Knicks und Gewässern werden eingehalten und sind belegbar.
Rodungen und Abrisse werden so geplant, dass sie den Bauzeitenplan nicht ausbremsen.
Die Stör und ihre Zuflüsse bleiben vor Einträgen von der Baustelle geschützt.
Die Naturschutzbehörde erhält vollständige Protokolle aus einer Hand.
→ Wir prüfen den Plan früh und ziehen Fällungen und Baufeldräumung in das zulässige Winterfenster vor, damit der Bau im Frühjahr ohne Stopp starten kann.
→ Rückbauten mit möglichen Quartieren legen wir in die erlaubten Zeiträume im Frühjahr oder Spätsommer und lassen vorher eine fachkundige Kontrolle durchführen.
→ Wir planen Sedimentfallen und Abdeckungen, kontrollieren sie nach Starkregen und dokumentieren den Zustand für die Behörden.
→ Schutzzäune, klare Beschilderung und regelmäßige Rundgänge verhindern das. Verstöße melden wir sofort an die Bauleitung.
Wohn- und Mischgebiete in Flussnähe, bei denen FFH-Randstreifen, Röhricht und Altbäume geschützt werden müssen.
Arbeiten in den Korridoren an Stör, Heischbach und Mühlenbek, direkt an Gewässern und in empfindlichen Böden.
Baugebiete am Siedlungsrand wie am Lockstedter Weg, wo Knickschutzstreifen und Retentionsflächen festgesetzt sind.
Abriss von Gewerbe- und Wohngebäuden, bei denen Fledermaus- und Vogelquartiere vorher geprüft werden müssen.

Wir werten Genehmigung, Bebauungsplan und Umweltbericht aus und listen alle Schutzzonen, Bauzeiten und Kontrollpflichten.
Für jede Auflage legen wir fest, wann, wie oft und von wem sie kontrolliert wird. Das stimmen wir mit Bauleitung und Behörde ab.
Wir sind bei Fällungen, Abrissen und Erdarbeiten dabei, kontrollieren Zäune und Gewässerschutz und greifen ein, wenn etwas schiefläuft.
Alle Kontrollen und Funde werden protokolliert. Am Ende erhalten Sie und die Behörde einen vollständigen Abschlussbericht.
Liegt ein Baugebiet in Kellinghusen direkt am Rand des FFH-Gebiets der Stör und stehen auf der Fläche Bäume mit Höhlen, dann beginnt die Arbeit lange vor dem ersten Bagger. Wir prüfen den Bauzeitenplan, lassen die Höhlenbäume vor der Fällung endoskopisch auf Fledermäuse kontrollieren und legen die Fällungen in die Zeit zwischen Dezember und Februar.
Rückt dann der Tiefbau an, dann stecken wir den Uferrandstreifen ab, setzen Sedimentsperren und kontrollieren nach jedem starken Regen. Gibt es auf der Fläche Kleingewässer, dann stellen wir in der Wanderzeit einen Amphibienzaun auf und kontrollieren ihn regelmäßig, bis die Erdarbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sind.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Schutzzonen tragen wir schon in den Plan der Baustelleneinrichtung ein, damit Lager und Fahrwege von Anfang an Abstand halten. Das operative Personal trennt Abfälle, hält Treibstoffe sicher und meldet Auffälligkeiten.
So wird die ökologische Baubegleitung in Kellinghusen kein Fremdkörper auf der Baustelle, sondern Teil der täglichen Routine. Die Umweltkontrollen laufen im selben Rhythmus wie Logistik und Sicherheit.
Der Fluss gehört zu zwei FFH-Gebieten. Das Störsystem ist als Laichplatz und Aufwuchsgebiet für Neunaugen besonders wertvoll. Geschützt sind der Gewässerlauf und meist ein zehn Meter breiter Streifen an beiden Ufern. Einträge von Schlamm oder Schadstoffen müssen daher verhindert werden.

Schicken Sie uns Genehmigung oder Umweltbericht. Wir zeigen Ihnen, welche Kontrollen nötig sind und wie sie in Ihren Bauablauf passen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Kellinghusen. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit