
Der Stadtkern wirkt auf den ersten Blick ganz aus Stein. Doch um die Altstadt zieht sich mit den Wallanlagen ein Park mit altem Baumbestand und dem früheren Stadtgraben, im Süden fließt die Weser als Tidefluss vorbei. In den Dächern und Mauerritzen alter Gebäude finden Tiere Unterschlupf. Wer hier baut, berührt diese Bereiche öfter, als es scheint.
Unsere ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass Auflagen zum Schutz von Bäumen, Gewässern, Boden und Tieren auf der Baustelle in Bremen-Mitte tatsächlich eingehalten werden. Wir kontrollieren vor Ort, dokumentieren und sprechen mit Bauleitung und Behörden, bevor ein Schaden entsteht.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Bremer Wallanlagen entstanden ab 1802 aus den alten Befestigungen und gelten als erste öffentliche Parkanlage in Deutschland, die eine bürgerliche Volksvertretung verwirklicht hat. Sie stehen seit den 1970er Jahren unter Denkmalschutz. Am Herdentor wächst eine Baum-Hasel, der älteste Baum der Anlage. Baustellen an den Straßen entlang des Walls müssen Kronen, Stämme und Wurzeln dieser Bäume schützen.
Die Weser ist unterhalb des Weserwehrs von den Gezeiten bestimmt, ihr Wasserstand schwankt in Bremen um mehrere Meter. Arbeiten an der Schlachte, an Anlegern oder am Osterdeich können das Gewässer berühren. Dort zählen dichte Baustellenabwässer, gesicherte Betriebsstoffe und ein Plan für steigendes Wasser.
Unter vielen alten Häusern liegt Sand der Bremer Düne, zum Fluss hin aufgefüllter Boden der früheren Balge. Bei Aushub kann Material mit Fremdbestandteilen anfallen, das getrennt untersucht und entsorgt werden muss. Alte Dächer, Türme und Fassaden können Lebensraum für Fledermäuse und Gebäudebrüter sein, die vor Beginn der Arbeiten geprüft werden müssen.

Wir prüfen Stammschutz, Abstand der Lagerflächen zu Wurzelbereichen und den Umgang mit Wurzeln bei Leitungsarbeiten. Abweichungen melden wir sofort.
Betankungsflächen, Auffangwannen und der Umgang mit Baustellenwasser werden regelmäßig kontrolliert. Bei Hochwasser oder Sturmflutwarnung prüfen wir, ob Material gesichert ist.
Vor Abriss, Dacharbeiten oder Fassadensanierung achten wir darauf, dass die vorgeschriebenen Kartierungen vorliegen und Schutzzeiten eingehalten werden.
Aushub wird nach Auffälligkeiten getrennt gelagert. Wir dokumentieren Mengen, Lagerorte und Entsorgungswege, damit der Nachweis stimmt.
Auflagen aus Genehmigungen werden nachweisbar umgesetzt.
Schäden an Bäumen, Gewässer und Boden werden vermieden statt repariert.
Artenschutzkonflikte fallen auf, bevor sie den Bau stoppen.
Eine lückenlose Dokumentation liegt für Behörden bereit.
→ Der Wurzelbereich wird in Handschachtung freigelegt, starke Wurzeln bleiben erhalten. Wir begleiten die Arbeit und dokumentieren den Zustand.
→ Die Arbeit an dieser Stelle ruht, bis ein Fachgutachter das weitere Vorgehen mit der Naturschutzbehörde geklärt hat.
→ Wasserhaltung und Einleitung erfolgen nach den Vorgaben der Erlaubnis. Wir kontrollieren Absetzbecken und Trübung des abgeleiteten Wassers.
→ Das Material wird getrennt gelagert und beprobt. Erst wenn der Befund vorliegt, wird über den Entsorgungsweg entschieden.
Neubauten, Umbauten und Leitungsarbeiten an Straßen entlang der Wallanlagen, wo Bäume und Grünflächen geschützt sind.
Vorhaben an der Schlachte, an Anlegern und am Osterdeich, bei denen die Weser berührt wird.
Sanierungen an Kirchen, Baudenkmälern und Altbauten, bei denen Gebäudebrüter und Fledermäuse betroffen sein können.
Baugruben und Leitungsbau auf Düne und aufgefülltem Boden, mit Grundwasser und wechselndem Aushubmaterial.

Wir lesen Genehmigungen, Gutachten und Pläne und stellen alle Umweltauflagen zusammen.
Für jede Auflage legen wir fest, wann und wie sie geprüft wird und wer informiert wird.
Wir begehen die Baustelle regelmäßig, sprechen Mängel direkt an und halten alles in Protokollen fest.
Laufende Berichte gehen an die Bauleitung. Zum Abschluss liegt eine vollständige Dokumentation vor.
Grenzt eine Baustelle an die Wallanlagen, dann gehören Stammschutz und ein Lagerverbot im Wurzelbereich meist zu den Auflagen. Wir legen die geschützten Zonen vor Baubeginn fest, kontrollieren sie in regelmäßigen Abständen und halten Fotos und Befunde fest.
Wird in derselben Bauzeit das Dach eines alten Nachbargebäudes geöffnet, dann prüfen wir vorher, ob ein Artenschutzgutachten vorliegt. Werden Tiere gefunden, stoppt die Arbeit an der Stelle. Das weitere Vorgehen wird dann mit Gutachter und Behörde abgestimmt.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
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Grundlage sind Ihre Genehmigungen und Gutachten. Daraus leiten wir einen Kontrollplan ab, der festlegt, was wann geprüft wird und wer bei Abweichungen informiert wird.
In Bremen-Mitte stimmen wir uns bei Bedarf mit Naturschutz, Wasserbehörde, Denkmalpflege und den Stellen für das Stadtgrün ab. Berichte gehen an die Bauleitung und auf Wunsch direkt an die Behörden.
Oft ja. Auch im Zentrum gibt es geschützte Bäume, Gewässer und Tiere an Gebäuden. Ob eine Begleitung vorgeschrieben ist, steht meist in der Genehmigung. Unabhängig davon hilft sie, Konflikte zu erkennen, bevor sie den Bau verzögern.

Senden Sie uns Ihre Genehmigung und die Lage der Baustelle. Wir stellen einen Kontrollplan auf, der zu Ihrem Vorhaben passt.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Bremen-Mitte. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit