
Die meisten Tage auf einer Baustelle verlaufen ruhig. Dann reißt ein Gurt beim Abladen, ein Dachdecker verliert auf nassen Ziegeln den Halt oder ein Maurer klappt an einem schwülen Augustnachmittag zusammen. Was danach in Lüneburg geschieht, entscheidet sich oft lange vor dem Unfall: bei der Frage, wer hilft, wo der Rettungswagen hält und wie er den Verletzten erreicht.
Genau dafür sind unsere Betriebssanitäter da. Sie kümmern sich um Verletzte und Erkrankte, bis der Notarzt oder der Rettungsdienst übernimmt. Jede Hilfeleistung halten sie schriftlich fest. Welches Material sie mitbringen und wo sie ihren Platz bekommen, besprechen wir vor Dienstbeginn mit Ihnen.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Pflicht wird ein Betriebssanitäter, sobald auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte zugleich tätig sind. So regelt es § 27 der DGUV Vorschrift 1. In Lüneburg wird diese Zahl am ehesten in großen Wohnquartieren mit vielen Bauabschnitten, bei Hochschul- und Schulbauten oder bei Gewerbebauten rund um den Hafen erreicht.
Die Größe ist aber nur ein Teil der Rechnung. In der Altstadt wird auf Gerüsten vor hohen Backsteingiebeln gearbeitet, Dächer sind steil und Höfe eng. Am Elbe-Seitenkanal und an der Ilmenau kommen Arbeiten an Ufern und Spundwänden hinzu, bei denen ein Sturz ins Wasser möglich ist. Wer hier vorsorgt, plant Sanitätsdienst auch für kleinere Belegschaften ein.
Das Klinikum in Lüneburg liegt innerhalb der Stadt. Der Weg dorthin ist von den meisten Baustellen nicht weit, doch der Rettungswagen muss zuerst bis zum Verletzten kommen. In verwinkelten Altstadtgassen oder auf einem Baufeld ohne fertige Straße ist gerade diese Strecke der heikle Abschnitt.

Blutungen stillen, Verletzte lagern, Bewusstsein und Atmung überwachen: Der Sanitäter handelt sofort und übergibt den Patienten mit allen Beobachtungen an den Rettungsdienst.
Wir legen vorab fest, an welcher Stelle der Rettungswagen hält. In Lüneburger Gassen mit wenig Platz ist das oft ein Punkt an der nächsten breiteren Straße, von dem aus ein Lotse die Besatzung führt.
Wo am Ufer, an Kaimauern oder in nassen Gruben gearbeitet wird, besprechen wir mit der Bauleitung, wie ein Verunglückter geborgen wird und wer dabei welche Aufgabe hat.
Jeder Einsatz landet im Verbandbuch. Wiederholen sich Schnitte, Augenverletzungen oder Kreislaufprobleme, machen wir die Bauleitung darauf aufmerksam.
Ab mehr als 100 Beschäftigten ist die Pflicht aus der DGUV Vorschrift erfüllt.
Zwischen Unfall und Eintreffen des Rettungsdienstes ist niemand allein.
Rettungswege durch enge Lagen sind geklärt, bevor etwas passiert.
Aus dem Verbandbuch lassen sich Unfallschwerpunkte ablesen.
→ Der Haltepunkt für den Rettungsdienst ist vorher festgelegt. Ein Lotse wartet dort, der Sanitäter bleibt beim Verletzten und bereitet die Übergabe vor.
→ Für Arbeiten am Wasser ist abgesprochen, wer rettet, wie geborgen wird und wo der Verletzte anschließend versorgt wird. Rettungsmittel stimmen wir mit dem Bauunternehmen ab.
→ Der Sanitäter achtet auf erste Anzeichen, regt Pausen im Schatten an und versorgt Betroffene, bevor aus Erschöpfung ein Notfall wird.
→ Wir beschreiben eine einzige Rettungszufahrt, kennzeichnen sie vor Ort und geben sie bei jedem Notruf mit an.
Baugebiete wie Hanseviertel Ost oder Bilmer Berg II mit vielen Gewerken über lange Zeit.
Bauvorhaben am Elbe-Seitenkanal im Osten der Stadt mit Arbeiten an Kaimauern und Ufern.
Sanierungen an hohen Backsteinhäusern mit Gerüsten und steilen Dächern.
Neubau und Erweiterung an Schulen und an der Universität mit großen Belegschaften.

Wir fragen nach Belegschaft, Bauzeit und den Arbeiten mit dem höchsten Unfallrisiko, etwa Höhe, Wasser oder Hitze.
Haltepunkt, Zufahrt, Standort des Sanitäters und Meldeweg legen wir schriftlich fest. Das Material klären wir dabei gemeinsam.
Am ersten Tag stellt sich der Sanitäter den Gewerken vor und erklärt, wie er im Notfall erreichbar ist.
Mit dem Bauablauf ändern sich Risiken. Wir werten das Verbandbuch aus und passen Zeiten und Umfang an.
Wachsen in einem neuen Lüneburger Quartier mehrere Häuser gleichzeitig in die Höhe und arbeiten dort zu Spitzenzeiten über 100 Menschen, dann ist während der gesamten Arbeitszeit ein Betriebssanitäter auf dem Gelände. Er hat einen festen, ausgeschilderten Standort und ist für alle Gewerke über eine bekannte Nummer erreichbar.
Wird dagegen eine Kaimauer am Hafen instand gesetzt oder ein steiles Backsteindach in der Altstadt neu gedeckt, dann ist die Mannschaft klein, das Unfallrisiko aber erhöht. Für solche Bauphasen stellen wir den Sanitätsdienst gezielt dazu, nur für die Tage mit Arbeiten in der Höhe oder am Wasser.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Bei der Baustelleneinrichtung achten wir darauf, dass Container und Lager die Rettungszufahrt nicht zustellen. Wird umgebaut, prüft der Sanitäter den Weg neu.
Kommt ein Notruf, öffnet die Zugangskontrolle das Tor und schickt den Rettungswagen direkt in die richtige Richtung. Die Logistik hält in dieser Zeit Lieferfahrzeuge zurück.
Vorgeschrieben ist er, wenn mehr als 100 Versicherte auf der Baustelle arbeiten. Darunter kann er trotzdem sinnvoll sein, etwa bei Dacharbeiten an hohen Altstadthäusern oder bei Arbeiten am Wasser. Wir schauen uns Ihren Bauablauf an und sagen Ihnen offen, ob sich der Einsatz lohnt.

Erzählen Sie uns, wie viele Menschen auf Ihrer Baustelle arbeiten und welche Arbeiten Ihnen Sorgen machen. Wir schlagen vor, wann ein Betriebssanitäter sinnvoll ist.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Lüneburg. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit