
Zwischen dem Sturz vom Gerüst und dem Eintreffen des Notarztes vergeht Zeit, die niemand zurückholen kann. Auf einer Großbaustelle in Georgsmarienhütte entscheidet diese Spanne, ob eine Blutung gestillt, ein Bewusstloser richtig gelagert und ein Herzstillstand sofort behandelt wird. Genau dafür gibt es Betriebssanitäter: ausgebildete Helfer, die an der Unfallstelle sind, bevor die Sirene zu hören ist.
Vorgeschrieben sind sie nach DGUV Vorschrift 1 § 27 dann, wenn auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte tätig sind. Wir stellen diese Kräfte, planen mit Ihnen, wie Verletzte geborgen werden und wo der Rettungswagen hält. Außerdem sorgen wir dafür, dass jede Hilfeleistung nachvollziehbar aufgeschrieben ist.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Erstens die Zahl der Beschäftigten. Die Schwelle von mehr als 100 Versicherten wird in der Stadt vor allem bei großen Hallen und Betriebsgebäuden im Gewerbegebiet Harderberg, bei Neubauten an den Krankenhausstandorten oder bei Wohnanlagen erreicht, an denen Rohbau und Ausbau sich überlappen. Kleinere Baustellen kommen mit Ersthelfern aus, eine Sanitätskraft kann dort für riskante Phasen trotzdem gebucht werden.
Zweitens das Gelände. Georgsmarienhütte steigt vom Hügelland bei rund 110 Metern bis zum Dörenberg mit 331 Metern an. Am Hang rutschen Leitern weg, Böschungen geben nach, Material rollt. Im Tal der Düte wird an Gräben, Durchlässen und Uferbefestigungen gearbeitet, wo Nässe und Tiefe zusammenkommen. Wer dort hilft, muss wissen, wie ein Verletzter aus schwer zugänglichen Stellen herauskommt.
Drittens der Weg in die Klinik. Die Stadt hat zwei Krankenhausstandorte, einen am Harderberg und einen am Kasinopark. Wohin ein Patient gebracht wird, entscheidet die Leitstelle. Unser Beitrag ist ein anderer: Der Rettungswagen soll auf direktem Weg an die Unfallstelle gelangen, ohne an einem verschlossenen Tor oder einer zugestellten Zufahrt zu stehen.

Stark blutende Wunden abdrücken, Verbrennungen kühlen, Bewusstlose in stabile Seitenlage bringen, Wiederbelebung beginnen und dabei die Lage beruhigen: Unsere Kräfte handeln, bis der Rettungsdienst übernimmt. Der Besatzung berichten sie knapp, was passiert ist.
Für Dach, Schacht, Hang und Graben überlegen wir vorher, wie ein Mensch dort herausgeholt wird und wann die Feuerwehr dazukommen muss. Ändert sich die Baustelle, ändern wir den Plan.
Welche Ausrüstung auf der Baustelle bereitsteht, etwa ein Defibrillator, legen wir nach Absprache mit Ihnen fest. Einen Sanitätsraum stimmen wir mit der Bauleitung ab, wenn die Belegschaftsgröße ihn verlangt.
Wird geschweißt, getrennt oder mit Flamme abgedichtet, übernehmen Brandschutzhelfer die Aufsicht. Sie beobachten Funkenflug, halten Löschmittel griffbereit und gehen nach Ende der Arbeit noch einmal über die Stelle.
Die Pflicht aus DGUV Vorschrift 1 § 27 ist bei mehr als 100 Versicherten abgedeckt.
Für Hang, Graben und Höhe gibt es einen vorher besprochenen Bergungsweg.
Jede Hilfeleistung ist mit Zeit, Ort und Maßnahme schriftlich festgehalten.
Brandwache und Sanitätsdienst sind auf derselben Baustelle aufeinander abgestimmt.
→ Für Hangbaustellen legen wir einen Zugangsweg fest, der auch mit einem Verletzten begehbar ist. Der Feuerwehr melden wir vorab, wenn eine Bergung von oben nötig werden könnte.
→ Vor Beginn bestimmen wir eine Sicherungsperson am Grubenrand, klären die Wasserhaltung und besprechen mit der Kolonne, wie sie im Notfall hilft, ohne selbst hineinzusteigen.
→ Wir planen Besetzung und Standorte nach den gefährlichsten Arbeiten des Tages und stellen in Spitzenphasen eine zweite Kraft. Ersthelfer der Gewerke sind namentlich bekannt.
→ Die Rettungszufahrt ist im Einrichtungsplan als Sperrfläche markiert. Bei einem Notruf geht eine Person zum Tor, weist ein und sorgt dafür, dass Fahrzeuge Platz machen.
Hallen und Betriebsgebäude im Gewerbegebiet Harderberg, bei denen in der Hochphase viele Gewerke gleichzeitig tätig sind.
An- und Umbauten an den Standorten am Harderberg und am Kasinopark, mit getrennten Wegen für Baustelle und Klinik.
Leitungs-, Durchlass- und Uferarbeiten an der Düte und ihren Zuflüssen, mit Gräben, Nässe und wechselnden Wasserständen.
Größere Wohnbauten in Oesede, Holzhausen und Kloster Oesede, bei denen Gelände und Gerüsthöhe das Unfallrisiko erhöhen.

Wir fragen nach Personenzahl je Bauphase und nach Arbeiten in Höhe, am Hang, in Gräben, mit Strom oder mit Flamme.
Treffpunkt für den Rettungsdienst, freie Zufahrt, Bergung aus schwer zugänglichen Bereichen und Meldeweg werden aufgeschrieben und ausgehängt.
Welche Sachmittel und welcher Raum gebraucht werden, legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, bevor der Dienst beginnt.
Unsere Kräfte sind während der Arbeitszeit auf der Baustelle, dokumentieren jede Hilfe und passen den Plan an, wenn sich die Baustelle verändert.
Wird an einem der Krankenhausstandorte der Stadt angebaut und sind in der Rohbauphase mehr als 100 Personen auf der Fläche, dann reicht die Nähe der Notaufnahme allein nicht aus. Die Baustelle ist vom Klinikbetrieb abgetrennt, ein Verletzter muss trotzdem über den Rettungsdienst eingeliefert werden. Wir besetzen einen Sanitätsposten am Bauzugang und vereinbaren mit der Klinik, welche Zufahrt der Rettungswagen nutzt, ohne den Patientenverkehr zu stören.
Kommen Arbeiten auf dem Dach oder an der Fassade hinzu, dann besprechen wir mit Gerüstbauer und Bauleitung, wie ein Verletzter herunterkommt. Endet die Rohbauphase und sinkt die Zahl der Beschäftigten, dann reduzieren wir die Besetzung. Danach übernehmen die Ersthelfer der Gewerke wieder allein.
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Qualitätsmanagement
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Sicherheitsdienstleistungen
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Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Kein Sanitäter hilft schnell, wenn der Weg zu ihm versperrt ist. Darum hängt der Dienst an den anderen Leistungen: Die Einrichtung hält die Rettungszufahrt frei, das Tor weiß, wer auf der Fläche arbeitet. Die Liefersteuerung lässt im Ernstfall keinen Lkw vor die Einfahrt.
Umgekehrt sehen unsere Sanitätskräfte täglich, wo es gefährlich wird: eine neue Grube, ein umgesetzter Kran, ein Gerüst ohne Seitenschutz. Solche Beobachtungen geben sie sofort an die Bauleitung weiter, damit aus einem Hinweis kein Unfall wird.
Nach DGUV Vorschrift 1 § 27 ist ein Betriebssanitäter Pflicht, sobald auf der Baustelle mehr als 100 Versicherte tätig sind. Darunter genügen ausgebildete Ersthelfer. Bei besonders gefährlichen Abschnitten, etwa Arbeiten an steilen Böschungen oder in tiefen Gräben, kann ein Sanitätsdienst auch freiwillig sinnvoll sein.

Teilen Sie uns Belegschaft, Bauzeit und die gefährlichsten Arbeiten mit. Wir schlagen Besetzung und Notfallweg für Ihr Vorhaben vor.
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