
Ein Lkw, der nach Floh-Seligenthal fährt, hat keinen Autobahnanschluss in der Nähe. Die Landesstraßen L 1026, L 1028, L 1117 und L 1126 verbinden die sechs Ortsteile miteinander und mit der Nachbarstadt Schmalkalden. Eine Bahnstrecke für Güter besteht nicht mehr, die Trasse der früheren Linie nach Brotterode dient heute als Radweg. Alles, was auf eine Baustelle kommt, kommt also über die Straße.
Logistik-Management heißt hier, diese Anlieferung zu planen und zu takten. Wir legen Lieferwege, Zeitfenster und Abladeplätze fest und halten sie im Blick, solange gebaut wird. So gelangen Beton, Stahl oder Fertigteile an den richtigen Ort zur richtigen Zeit. Anwohner und Nachbarbetriebe sollen von der Baustelle möglichst wenig spüren.
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Die Straßen im Ort folgen den Bachläufen. Sie sind kurvig und in den Ortskernen eng. Lange Sattelzüge kommen nur mit Mühe um die Ecken. Bei der Planung stellen wir deshalb zuerst die Frage, welche Fahrzeuge die Baustelle überhaupt erreichen. Reicht ein Kurzsattel oder muss umgeladen werden? Diese Antwort bestimmt, wie viele Fahrten nötig sind.
Wer in die Gemeinde fährt, kommt meist aus Richtung Schmalkalden. Die Stadt liegt an der Bundesstraße 19. Die nächsten Autobahnanschlüsse an der A 71 sind von dort noch rund 25 Kilometer entfernt. Wir rechnen daher mit längeren Anfahrten und vermeiden Leerfahrten, indem wir Lieferungen bündeln und Ankunftszeiten festlegen.
Nachbarschaft ist in Floh-Seligenthal enger, als es die Fläche vermuten lässt. In Floh gibt es eine Grundschule und eine Regelschule, im Ortsteil Seligenthal eine Kindertagesstätte. Außerdem fahren mehrere Buslinien durch die Dörfer. Lieferzeiten sollten deshalb den Schulbeginn und Busfahrzeiten berücksichtigen. Das gehört zu jedem Lieferplan.

Wir erfassen alle Gewerke, ihre Materialien und die Wege dorthin. Aus den Anfahrten entsteht ein Verkehrskonzept, das Zufahrten, Wendeplätze und Abladestellen festlegt und die engen Stellen der Ortsdurchfahrten berücksichtigt.
Jeder Lkw bekommt ein Zeitfenster. So warten keine Fahrzeuge auf der Landesstraße. Der Kran wird genau dann gebraucht, wenn das Material da ist. Bei Abweichungen stimmen wir neu ab.
Betriebe in den Gewerbegebieten brauchen ihre eigenen Zufahrten. Wir sprechen Lieferzeiten mit Nachbarn ab und halten Ansprechpartner für Beschwerden bereit.
Wo die Baustelle klein ist, bündeln wir Lieferungen und nutzen nahe Zwischenflächen. So muss nicht jede Kleinlieferung einzeln durch den Ortskern.
Lieferungen kommen gebündelt und zu festgelegten Zeiten an.
Landesstraßen und Ortskerne werden nicht durch wartende Fahrzeuge blockiert.
Nachbarn und Betriebe wissen, wann mit Verkehr zu rechnen ist.
Gewerke arbeiten ohne Wartezeiten auf Material.
→ Wir prüfen die Strecke vorab und wählen Fahrzeuge, die sie bewältigen. Wo es nicht anders geht, sehen wir einen Umschlagplatz vor und fahren in kleineren Einheiten weiter.
→ Ein Zeitfenster pro Fahrzeug trennt die Ankünfte. Wer zu früh ankommt, wartet auf einer vereinbarten Fläche und nicht auf der Straße.
→ Wir legen Anlieferzeiten fest, die Ruhezeiten und den Schulweg beachten. Nachbarn erhalten eine feste Kontaktperson, an die sie sich wenden können.
→ Im Mittelgebirge bringen Schnee und Starkregen Verzögerungen. Wir planen Puffer ein und verschieben Fenster, statt Fahrzeuge in den Ort zu schicken, die dann nicht abladen können.
Große Mengen Material müssen über die Landesstraßen in die Gewerbegebiete kommen, ohne den Betrieb der Nachbarn zu stören.
Kleine Lieferungen in engen Ortskernen verlangen Bündelung und kurze Standzeiten.
Bei Bauarbeiten an Landesstraßen wird der Lieferverkehr um die Sperrung herum geführt.
Die Lieferzeiten richten sich nach Unterrichtsbeginn und Hol- und Bringverkehr.

Wir fahren die Zufahrt ab und legen fest, welche Fahrzeuge sie bewältigen.
Alle Gewerke melden Bedarf und Termine. Daraus entstehen Zeitfenster und Abladeplätze.
Betriebe, Schule und Anlieger erfahren, wann mit Lieferverkehr zu rechnen ist.
Wir passen Fenster an Wetter und Baufortschritt an und halten den Lieferplan aktuell.
Liegt eine Baustelle in einem Ortskern wie Seligenthal und muss Frischbeton angeliefert werden, dann stimmen wir zuerst Betonwerk und Pumpe ab. Die Fahrmischer erhalten feste Fenster. Zwischen zwei Fahrzeugen liegt so viel Abstand, dass keines auf der Ortsstraße warten muss.
Kommen Fertigteile mit einem Schwertransport an, dann klären wir vorher Genehmigung und Strecke und legen einen Begleitplan fest. Die Zufahrt ist an diesem Tag frei. Anlieger sind informiert, der Kran steht bereit. Danach läuft der Verkehr wieder normal.
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Das Logistik-Management setzt auf der Baustelleneinrichtung auf. Wo Zufahrten und Lagerflächen liegen, bestimmt die Reihenfolge der Lieferungen. Deshalb planen wir beides gemeinsam und aufeinander abgestimmt, sobald ein Projekt in Floh-Seligenthal ansteht.
Mit der operativen Baulogistik hält die Planung im Alltag Schritt. Die Leute auf der Baustelle nehmen Lieferungen an, weisen Fahrer ein und melden Abweichungen sofort zurück. So bleibt der Lieferplan lebendig und wird nicht zum Papier.
Über die Landesstraße L 1026 von Schmalkalden aus. Von dort verteilt sich der Verkehr auf die weiteren Landesstraßen in der Gemeinde. Güterverkehr auf der Schiene gibt es nicht mehr. Wir planen die Strecke deshalb immer mit dem Fahrzeug, das die Ortsdurchfahrt schafft.

Nennen Sie uns Bauvorhaben und Zeitrahmen. Wir erarbeiten einen Lieferplan, der zu Straßen und Nachbarschaft passt.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Floh-Seligenthal. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit