
Bremen-Borgfeld grenzt im Norden und Osten unmittelbar an geschützte Natur. Die Borgfelder Wümmewiesen sind seit 1987 Naturschutzgebiet, mit fast 700 Hektar das größte in der Stadt Bremen und zugleich EU-Vogelschutzgebiet. Westlich schließt das Naturschutzgebiet Untere Wümme an, das zu einem europäischen FFH-Gebiet gehört. Im Winter stehen weite Teile der Wiesen unter Wasser.
Wer in der Nähe baut, muss mit Auflagen für Wiesenbrüter, Gewässer und Boden rechnen. Unsere ökologische Baubegleitung überwacht diese Auflagen auf der Baustelle, dokumentiert sie und sorgt dafür, dass Umweltkontrollen im Alltag nicht untergehen.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
In den Wümmewiesen brüten Kiebitz, Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Bekassine und Wachtelkönig, dazu kommen im Winter große Rastbestände von Enten, Gänsen und Schwänen. Lärm, Licht und Bewegung am Rand des Gebiets können diese Vögel stören. Bauzeiten, Beleuchtung und Wege für Fahrzeuge werden deshalb oft an Brut- und Rastzeiten angepasst.
Ein dichtes Netz aus Gräben entwässert den Ortsteil zur Wümme hin, der Deichverband am rechten Weserufer reguliert ihre Wasserstände. In naturnahen Abschnitten leben Bitterling und Teichmuschel, die nur gemeinsam überleben. In der Wümme ziehen Neunaugen zu ihren Laichplätzen, der Fischotter ist zurückgekehrt. Trübungen, Ölspuren oder Bauschutt im Wasser schaden diesen Arten direkt.
Die Wümmeniederung zählt zu den Niedermoorgebieten Bremens. Torfhaltige Böden speichern viel Kohlenstoff und reagieren empfindlich auf Entwässerung und Verdichtung. Eine Grundwasserabsenkung für eine Baugrube oder schwere Fahrzeuge auf ungeschütztem Boden können Spuren hinterlassen, die über die Bauzeit hinaus bleiben.

Wir lesen die Nebenbestimmungen der Genehmigung, übertragen sie in eine Checkliste für die Baustelle und kontrollieren regelmäßig, ob Bauzeiten, Schutzabstände und Tabuflächen eingehalten werden.
Wir kontrollieren Schutzstreifen, Sedimentsperren und Abläufe, achten auf Trübungen nach Regen und sorgen dafür, dass Betankung und Lager weit genug vom Wasser entfernt sind.
Wo Amphibienzäune gefordert sind, kontrollieren wir sie zu den Wanderzeiten, dokumentieren Funde und setzen die Tiere nach Vorgabe um. Seit den 1980er Jahren wurden in den Wümmewiesen zahlreiche Tümpel für Amphibien und Libellen angelegt.
Wir überwachen Baustraßen, Lastverteilung und den Umgang mit Oberboden und halten alles mit Fotos und Protokollen für Behörde und Bauherrn fest.
Auflagen aus der Genehmigung werden nachweisbar eingehalten.
Konflikte mit Brutzeiten oder Gewässerschutz fallen früh auf, nicht erst bei einer Kontrolle.
Die Dokumentation liegt jederzeit für Behörde und Bauherrn bereit.
Baustopps wegen Umweltverstößen werden unwahrscheinlicher.
→ Wir prüfen vor Beginn, ob Brutplätze im Störbereich liegen. Bauzeiten oder Abschirmungen stimmen wir danach mit Bauleitung und Behörde ab.
→ Wir setzen Sedimentsperren und Absetzbecken, kontrollieren sie nach jedem Regen und lassen Mängel sofort beheben.
→ Wir achten auf abgeschirmte, nach unten gerichtete Leuchten und Abschaltzeiten außerhalb der Arbeitszeit.
→ Wir markieren Tabuflächen, kontrollieren Fahrwege und dokumentieren Abweichungen für die Nachsorge.
Wohn- und Nebengebäude am Übergang zum Grünland mit Rücksicht auf Brut- und Rastvögel.
Durchlässe, Uferbefestigungen oder Leitungsquerungen, bei denen Gewässer und Fischarten zu schützen sind.
Arbeiten an Deichen und Wegen entlang der Schutzgebiete, oft mit Zeitfenstern außerhalb der Brutzeit.
Vorhaben, bei denen Grundwasser abgesenkt wird und Folgen für den Niedermoorboden zu beobachten sind.

Wir werten Genehmigung, Gutachten und Nebenbestimmungen aus und gehen das Umfeld der Baustelle ab.
Wir legen fest, was wann kontrolliert wird, etwa Brutzeiten, Zäune, Gräben und Boden.
Wir sind regelmäßig vor Ort, kontrollieren und weisen die Gewerke auf Auflagen hin.
Protokolle und Fotos gehen an Bauleitung und Bauherrn und stehen für die Behörde bereit.
Liegt ein Bauvorhaben in Bremen-Borgfeld am Übergang zu Grünland, dann prüfen wir vor Baubeginn, ob in der Umgebung Wiesenvögel brüten. Ist das der Fall, werden lärmintensive Arbeiten auf die Zeit außerhalb der Brutsaison gelegt oder die Baufläche zur Wiese hin abgeschirmt.
Grenzt dasselbe Grundstück an einen Graben, dann setzen wir am Rand eine Sedimentsperre und kontrollieren sie nach jedem stärkeren Regen. Abweichungen werden mit Foto und Uhrzeit protokolliert und der Bauleitung gemeldet.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die Umweltkontrollen fließen in die Baustelleneinrichtung ein: Schutzstreifen, Tabuflächen und Lagerplätze stehen im selben Plan wie Container und Fahrwege.
Unsere operative Baulogistik setzt die Vorgaben täglich um, etwa bei der Abfalltrennung oder der Reinigung von Fahrwegen. So wird Umweltschutz Teil der Routine statt einer Zusatzaufgabe.
Der Ortsteil grenzt an die Borgfelder Wümmewiesen und die Untere Wümme, die beide unter Naturschutz stehen und Teil europäischer Schutzgebiete sind. Dazu kommen Gräben mit seltenen Arten und Niedermoorböden. Bauvorhaben in der Nähe werden deshalb genauer auf ihre Folgen geprüft.

Senden Sie uns Genehmigung und Lageplan. Wir sagen Ihnen, welche Kontrollen Ihre Baustelle braucht.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Bremen-Borgfeld. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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