
Wer an der Küste baut, arbeitet oft unter Bedingungen, die man im Binnenland seltener hat: Wind auf dem Hallendach, nasse Baugruben in der Marsch, Kanten an Siel und Hafenbecken. Kommt es dabei zu einem Unfall, hilft niemandem eine gute Absicht. Es hilft eine Person mit Sanitätsausbildung, die in diesem Moment schon auf dem Gelände ist.
Für Bauvorhaben in Varel stellen wir Betriebssanitäter und Brandschutzhelfer. Gesetzlich verlangt sind Betriebssanitäter nach § 27 der DGUV Vorschrift 1, sobald auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte beschäftigt sind. Auch kleinere Baustellen mit riskanten Abschnitten können einen Sanitätsdienst für einzelne Wochen sinnvoll machen.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
In der Stadt gibt es ein Krankenhaus. Viele Baufelder liegen aber nicht in der Kernstadt, sondern in einem der 20 Ortsteile, im Nordseebad Dangast oder in der eingedeichten Niederung zum Jadebusen hin. Bis ein Rettungsfahrzeug dort am richtigen Tor steht, vergeht Zeit. Diese Zeit überbrückt der Betriebssanitäter mit Erstversorgung und einer Lagemeldung an die Leitstelle.
Gefährlich wird es, wo Wasser im Spiel ist. Die Nordender und die Südender Leke umfließen die Kernstadt und entwässern über ein Siel am Hafen, der Hafen selbst ist über eine Schleuse mit dem Jadebusen verbunden. Arbeiten an Ufern, Spundwänden oder Sielbauwerken bringen Sturz- und Ertrinkungsgefahr. Für solche Abschnitte planen wir die Besetzung dichter.
Weiche Böden in Marsch und früherem Moor machen Baugruben anfällig. Verbau, Wasserhaltung und schwere Maschinen auf nachgiebigem Grund erhöhen das Risiko von Quetsch- und Verschüttungsunfällen. Hinzu kommen Montagen in großer Höhe beim Hallen- und Dachbau, wo Wind an der Küste eine Rolle spielt.

Ausgebildete Betriebssanitäter versorgen Verletzte, bis der Rettungsdienst übernimmt. Sie sind während der Schichten auf der Baustelle erreichbar und kennen die Abschnitte, in denen gerade gearbeitet wird.
Wir legen fest, wie ein Notruf abgesetzt wird, welche Zufahrt der Rettungsdienst nimmt und wer ihn am Tor empfängt. Ändert sich die Baustelle, passen wir den Plan an.
Bei Schweiß-, Trenn- und Dacharbeiten achten Brandschutzhelfer auf Funkenflug, halten Löschmittel bereit und unterstützen eine Räumung. Ihre Zahl richtet sich nach Größe und Gefährdung.
Jede Versorgung wird dokumentiert und an die Bauleitung übergeben. Welche Sachmittel die Baustelle über die Grundausstattung hinaus braucht, stimmen wir mit Ihnen und der Fachkraft für Arbeitssicherheit ab.
Ein Verletzter wird versorgt, während der Rettungsdienst noch unterwegs ist.
Die Pflicht ab mehr als 100 Versicherten auf der Baustelle ist erfüllt.
Arbeiten am Wasser und in der Höhe sind mit einem Notfallplan hinterlegt.
Sanitätsdienst und Brandschutz kommen aus einer Hand.
→ Ein festgelegter Anfahrtspunkt mit Koordinaten in der Notrufmeldung und eine Person, die das Fahrzeug am Tor abholt.
→ Vor Beginn dieser Arbeiten klären wir mit der Bauleitung Rettungsweg, Sicherungsposten und Ablauf. Was dafür an Gerät bereitliegen soll, wird nach Absprache festgelegt.
→ Wir vergleichen Personalplanung und Anmeldungen am Tor und setzen den Betriebssanitäter ein, bevor die Grenze überschritten wird.
→ Jeder Einsatz wird am selben Tag festgehalten, die Unterlagen gehen gesammelt an die Bauleitung.
Montagen mit vielen Gewerken, Kranhüben und Arbeiten auf dem Dach, bei denen die Grenze von 100 Beschäftigten erreicht werden kann.
Arbeiten an Ufern, Spundwänden und Bauwerken der Entwässerung mit Sturz- und Ertrinkungsgefahr.
Leitungs- und Kanalbau auf weichem Grund, bei dem Verbau und Wasserhaltung das Risiko bestimmen.
Neubau und Erweiterung großer Gebäude, wenn Rohbau und Ausbau parallel laufen.

Wir gehen Bauablauf, Beschäftigtenzahl und riskante Arbeiten mit Ihnen durch und markieren die kritischen Wochen.
Anfahrt, Meldeweg, Sanitätsraum und Zuständigkeiten werden festgelegt und auf der Baustelle ausgehängt.
Betriebssanitäter und Brandschutzhelfer sind während der vereinbarten Zeiten auf dem Gelände.
Versorgungen und Vorkommnisse werden dokumentiert und regelmäßig an die Bauleitung übergeben.
Wird in einem Vareler Gewerbegebiet eine große Halle montiert und sind in der Ausbauphase mehr als 100 Beschäftigte gleichzeitig vor Ort, dann ist ein Betriebssanitäter vorgeschrieben. In dieser Lage planen wir den Dienst über alle Schichten, bestimmen einen Sanitätsraum nahe dem Eingang und hinterlegen bei der Leitstelle eine eindeutige Anfahrtsbeschreibung.
Bleibt eine Baustelle am Hafen kleiner, stehen aber Arbeiten an Kaikante oder Sielbauwerk an, dann besteht keine Pflicht nach DGUV. Ein Sanitätsdienst für diese Tage kann trotzdem sinnvoll sein. Wir besetzen dann gezielt die riskanten Abschnitte und übergeben danach wieder an die Ersthelfer der Firmen.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Ein Sanitäter kann nur helfen, wenn er weiß, was auf dem Gelände passiert. Deshalb nimmt er an den Abstimmungen zur Baulogistik teil, kennt Kranzeiten und Sperrbereiche und sorgt dafür, dass der Weg für Rettungsfahrzeuge im Einrichtungsplan frei bleibt.
Die Kontrolle am Tor ergänzt das: Sie hat die Liste der Anwesenden und öffnet bei einem Notfall sofort. So greifen auf Baustellen in Varel Erstversorgung, Zugang und Logistik ineinander, ohne dass jemand erst suchen muss, wer zuständig ist.
Nach DGUV Vorschrift 1 § 27 dann, wenn mehr als 100 Versicherte auf der Baustelle tätig sind. Viele Vorhaben in Varel erreichen diese Zahl nur im Ausbau. Wir prüfen mit Ihnen anhand der Gewerkeplanung, ob und wann das der Fall ist.

Schildern Sie uns Bauzeit, Beschäftigtenzahl und besondere Arbeiten. Wir klären mit Ihnen Pflicht, Besetzung und Notfallplan.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Varel. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit