
Zwischen dem Notruf und dem Moment, in dem die Besatzung eines Rettungswagens neben dem Verletzten kniet, vergeht Zeit. Auf einem Baufeld mit Kran, Gerüst und drei Untergeschossen kommt zur Anfahrt noch der Weg über das Gelände hinzu. Genau diese Spanne füllt der Betriebssanitäter: Er versorgt, beruhigt, hält die Atemwege frei und lotst die Retter zur Unfallstelle.
Vorgeschrieben ist er durch die DGUV Vorschrift 1, § 27: Sind auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte tätig, muss ein Betriebssanitäter da sein. Für Großvorhaben in Oldenburg, ob Hochschulbau, Wohnquartier am Hafen oder Gewerbehalle am Autobahnring, stellen wir diese Fachkräfte und auf Wunsch Brandschutzhelfer dazu. Wie die Ausstattung aussieht, stimmen wir mit Ihnen ab.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Das Stadtgebiet umfasst gut 100 Quadratkilometer. Große Bauflächen liegen oft am Rand, wo Stadtteile wie Alexanderhaus in früheres Ackerland wachsen. Drei Oldenburger Krankenhäuser arbeiten mit der Universitätsmedizin zusammen, dennoch braucht der Rettungsdienst auf einem neuen, kaum beschilderten Baugebiet jemanden, der ihn am Tor abholt. Ohne Hausnummer und mit mehreren Zufahrten wird die Einweisung selbst zum Teil der Versorgung.
Arbeiten am Wasser kommen in dieser Stadt häufig vor. Die Hunte ist bis Oldenburg Seeschifffahrtsstraße, der Küstenkanal schließt an das Binnenwassernetz an und am Hafen wurde für Seeschiffe bis 110 Meter Länge ein Wendebecken angelegt. Kaimauern, Spundwände und Uferbefestigungen bedeuten rutschige Kanten und die Gefahr, ins Wasser zu stürzen. Dafür planen wir Rettungsmittel und Abläufe gesondert.
Hinzu kommen Arbeiten in großer Höhe, etwa an Ingenieurbauwerken wie Brücken oder der Hochstraße der A 28. Ebenso zählen tiefe Baugruben in weichem Marschboden dazu. Bei Abbruch und Laborumbau an Hochschulgebäuden treten Staub und unbekannte Stoffe als Risiko auf. Wo solche Phasen anstehen, verstärken wir die Besetzung oder rücken den Sanitäter näher an den Arbeitsbereich.

Der Betriebssanitäter übernimmt die Erstversorgung von Schnitt-, Quetsch- und Sturzverletzungen bis zur Übergabe an den Rettungsdienst und hält dessen Anfahrt frei.
Gemeinsam mit der Bauleitung legen wir Meldewege, Sammelpunkt und Anfahrtsweg fest. Ob ein Defibrillator bereitsteht und wo er hängt, klären wir nach Absprache mit Ihnen.
Bei Schweiß- und Trennarbeiten, im Dachausbau oder bei großen Holzlagern stellen wir auf Wunsch Brandschutzhelfer, die Löschmittel bedienen und eine Räumung anleiten können.
Jede Hilfeleistung wird ins Verbandbuch eingetragen. Neue Beschäftigte erfahren in der Einweisung, wo der Sanitätsraum liegt und wen sie im Notfall rufen.
Verletzte werden versorgt, bevor der Rettungswagen das Baufeld erreicht.
Die Pflicht aus § 27 der DGUV Vorschrift 1 ist auf großen Baustellen erfüllt.
Retter werden ohne Umwege zur Unfallstelle geführt.
Hilfeleistungen sind sauber dokumentiert, was Nachfragen der Berufsgenossenschaft erleichtert.
→ Wir vereinbaren mit der Leitstelle einen festen Treffpunkt, beschildern ihn und schicken bei jedem Notruf eine Person dorthin.
→ Wasserseitige Arbeiten bekommen eigene Rettungsmittel und einen Ablauf, den wir vor Beginn mit allen Beteiligten durchsprechen.
→ Für schwer zugängliche Stellen klären wir mit der Bauleitung vorab, wie die Bergung abläuft und wann die Feuerwehr dazu gerufen wird.
→ Wir planen die Besetzung nach der tatsächlichen Belegung und passen sie an, sobald die Grenze von 100 Versicherten über- oder unterschritten wird.
Große Neubauten und Umbauten mit vielen Gewerken, bei denen die Schwelle von 100 Versicherten erreicht wird.
Arbeiten an Ufer, Hafenbecken und Spundwänden mit Sturzgefahr ins Wasser.
Brücken- und Straßenbau am Autobahnring mit Arbeit in Höhe und neben fließendem Verkehr.
Neue Wohnviertel, in denen viele Firmen gleichzeitig auf großer Fläche arbeiten.

Wir prüfen mit Ihnen, in welchen Bauphasen mehr als 100 Versicherte auf dem Gelände sind.
Wasser, Höhe, Gruben und Heißarbeiten werden erfasst und in die Planung der Rettungskette aufgenommen.
Sammelpunkt, Treffpunkt für den Rettungsdienst und Sanitätsraum werden bestimmt und beschildert.
Der Betriebssanitäter beginnt, dokumentiert jede Hilfe und meldet Änderungen der Lage an die Bauleitung.
Liegt eine Großbaustelle am Hunteufer in Oldenburg und arbeiten dort zeitweise mehr als 100 Versicherte, dann ist der Betriebssanitäter während der Arbeitszeit auf dem Gelände. Sein Standort liegt so, dass er Kaikante, Baugrube und Rohbau in kurzer Zeit erreicht. Am Tor hängt ein Plan mit dem Treffpunkt für den Rettungsdienst.
Wenn in einer Woche zusätzlich Schweißarbeiten an Stahlträgern anstehen, dann kommt nach Absprache ein Brandschutzhelfer hinzu. Fällt die Zahl der Beschäftigten im Ausbau wieder, verringern wir die Besetzung und stimmen den Wechsel mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit ab.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die Zugangskontrolle am Tor ist für den Sanitätsdienst ein wichtiger Partner: Sie öffnet den Rettern die Schranke, hält die Zufahrt frei und weiß, wer auf dem Gelände ist. Bei einer Räumung hilft die Liste, Vermisste schnell zu erkennen.
Die Baustelleneinrichtung legt fest, wo Sanitätsraum und Rettungswege liegen, das Logistik-Management hält diese Wege von Lieferfahrzeugen frei. So greift der Sanitätsdienst auf Oldenburger Baustellen in die übrigen Abläufe ein, statt neben ihnen zu stehen.
Maßgeblich ist § 27 der DGUV Vorschrift 1: Sind auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte tätig, ist ein Betriebssanitäter vorgeschrieben. Darunter genügen Ersthelfer in der vorgesehenen Zahl. Zählen Sie dabei die Beschäftigten aller Firmen zusammen, die gleichzeitig auf dem Gelände arbeiten.

Nennen Sie uns Bauzeit, Zahl der Beschäftigten und besondere Gefahren. Wir planen Besetzung und Rettungskette mit Ihnen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Oldenburg. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit