
Wer in der Nähe eines Flusses, Moores oder Schutzgebiets baut, bekommt mit der Genehmigung meist Auflagen: Bauzeitenfenster für Brutvögel, Schutzzäune für Amphibien, Tabuzonen für Gehölze, Regeln für Boden und Wasser. Diese Vorgaben müssen auf der Baustelle umgesetzt und nachgewiesen werden, sonst drohen Baustopp und Nacharbeit.
In Meppen ist dieser Bedarf naheliegend. Im Stadtgebiet mündet die Hase in die Ems, auch der Dortmund-Ems-Kanal verläuft hier. Dazu kommen mehrere Moore und Feuchtgebiete. Wir begleiten Bauvorhaben ökologisch und führen die Umweltkontrollen als Teil der Baulogistik.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Ems und Hase prägen die Stadt. Nordwestlich des Zentrums liegt das Naturschutzgebiet „Borkener Paradies“, eine historische Huteweide von gut 33 Hektar mit Auwald und Magerrasen, die von einem Altarm der Ems umgeben ist. Das Gebiet gehört vollständig zum FFH-Gebiet „Ems“. Vorhaben im Einzugsbereich der Ems müssen solche Schutzziele berücksichtigen.
Zum Stadtgebiet gehören Moore und Feuchtgebiete wie das Esterfelder Moor, das Rühler Moor, das Wesuweer und Südliche Versener Moor sowie ein Teil der Tinner Dose. Moorböden sind empfindlich gegen Entwässerung und Verdichtung. Wer in ihrer Nähe baut, muss Grundwasserabsenkungen und Baustraßen besonders sorgfältig planen.
Auch innerhalb der Stadt wird am Wasser gebaut. Im Stadtumbaugebiet „Rechts der Ems“ sieht die Stadt vor, das Haseufer an der Riedemannstraße aufzuwerten und den Hase-Radweg mit einer Brücke zu schließen. An solchen Ufern geht es um Gehölzschutz, Uferböschungen und den Schutz des Gewässers vor Einträgen aus der Baustelle.

Wir setzen die Auflagen aus Genehmigung und Fachgutachten auf der Baustelle um, weisen Gewerke ein und dokumentieren jeden Schritt. Abweichungen melden wir sofort an Bauleitung und Behörde.
Wo Laichgewässer, Gräben oder Feuchtwiesen angrenzen, kontrollieren wir Schutzzäune regelmäßig, sammeln Tiere aus den Fangeimern und setzen sie auf die richtige Seite um. Jeder Fund wird erfasst.
Wir überwachen Betankungs- und Lagerplätze, achten auf Abstände zu Ufern und Gräben und sorgen dafür, dass Oberboden und Moorboden getrennt gelagert werden.
Vor Fällungen und Rodungen prüfen wir Bauzeitenfenster, markieren zu schützende Bäume und kontrollieren, dass Wurzelbereiche nicht befahren werden.
Umweltauflagen werden auf der Fläche umgesetzt und nicht erst in der Abnahme entdeckt.
Eine lückenlose Dokumentation belegt gegenüber Behörden, was getan wurde.
Bauzeitenfenster für Brut und Wanderung sind von Anfang an im Bauablauf eingeplant.
Kontrollen laufen mit der Baulogistik zusammen, ohne eigene Abstimmungsschleifen.
→ Wir kontrollieren die Auflagen zur Wasserhaltung, beobachten Pegel und Einleitstellen und dokumentieren die Werte für die Behörde.
→ Schutzzäune werden vor Beginn der Wanderung gestellt und in der Saison täglich kontrolliert, Funde werden umgesetzt und gezählt.
→ Feste Baustraßen, markierte Tabuzonen und regelmäßige Kontrollen, ob die Grenzen eingehalten werden.
→ Wir zeigen frühzeitig, welche Fenster gelten. Ausnahmen stimmen wir nur mit Gutachter und Naturschutzbehörde ab.
Aufwertung von Uferbereichen, Brücken für Rad- und Fußwege und Bauen am Wasser im Stadtumbaugebiet.
Vorhaben in der Nähe von Esterfelder oder Rühler Moor, bei denen Wasserhaltung und Bodenschutz eine Rolle spielen.
Erweiterungen von Gewerbegebieten am Stadtrand mit Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutz auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Lineare Vorhaben, die Gräben, Gewässer oder Gehölzreihen queren und Amphibienschutz während der Bauzeit brauchen.

Wir lesen Genehmigung, Fachgutachten und Bauzeitenplan und leiten daraus die Kontrollaufgaben ab.
Tabuzonen, Zaunstrecken, Kontrollzeiten und Meldewege werden festgelegt und mit der Bauleitung abgestimmt.
Wir weisen Gewerke ein, führen Kontrollgänge durch und greifen ein, wenn Auflagen verletzt zu werden drohen.
Alle Kontrollen und Funde werden dokumentiert und gesammelt an Bauherr und Behörde übergeben.
Wird ein Uferabschnitt an der Hase umgestaltet, dann enthält die Genehmigung meist Auflagen zu Gehölzen, Böschung und Gewässerschutz. Wir übertragen sie in einen Kontrollplan: welche Bäume bleiben, wo Fahrzeuge nicht hin dürfen, wie Material gelagert und betankt wird. Vor Arbeitsbeginn weisen wir alle Gewerke ein.
Grenzt die Fläche zusätzlich an Gräben oder Feuchtwiesen, dann stellen wir vor der Wanderzeit einen Amphibienzaun und kontrollieren ihn in der Saison täglich. Die Ergebnisse gehen gesammelt an die Bauleitung und auf Wunsch direkt an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die ökologische Begleitung wirkt stärker, wenn sie früh in die Baustelleneinrichtung einfließt. Tabuzonen, Lagerplätze und Baustraßen legen wir deshalb gemeinsam mit dem Einrichtungsplan fest.
Weil unser Personal auch Logistik und Entsorgung übernehmen kann, lassen sich Kontrollgänge mit anderen Aufgaben verbinden. Das spart Abstimmung und hält Umweltthemen jeden Tag im Blick der Baustelle.
Meist dann, wenn die Genehmigung sie fordert, etwa bei Vorhaben an Gewässern, in der Nähe von Schutzgebieten oder auf Flächen mit geschützten Arten. In Meppen betrifft das häufig Bauten an Ems, Hase und Kanal sowie am Rand der Moore. Wir prüfen gern mit Ihnen, welche Auflagen gelten.

Schicken Sie uns Genehmigung und Bauzeitenplan. Wir zeigen Ihnen, welche Kontrollen anfallen und wie wir sie in Ihren Ablauf einbinden.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Meppen. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit