
Wer in Henstedt-Ulzburg baut, ist oft näher an geschützter Natur, als es der Blick auf Gewerbegebiete und Wohnstraßen vermuten lässt. In der Gemeinde entspringen Alster und Pinnau, im Osten und Süden liegen zwei Naturschutzgebiete mit Moor- und Feuchtwiesenflächen.
Unsere ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass Auflagen aus Baugenehmigung und Naturschutzrecht auf der Baustelle tatsächlich umgesetzt werden. Wir führen Umweltkontrollen durch, betreuen Amphibienzäune, schützen Gehölze und Gewässerränder und dokumentieren jede Maßnahme für Bauherr und Behörde.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Östlich der Gemeinde erstreckt sich das Naturschutzgebiet Oberalsterniederung mit rund 907 Hektar. Die Niederung ist aus einem eiszeitlichen Stausee hervorgegangen und von Moorresten, Bruchwäldern und Feuchtwiesen geprägt. Sie gehört zum FFH-Gebiet „Alstersystem bis Itzstedter See und Nienwohlder Moor“ und zum EU-Vogelschutzgebiet „Alsterniederung“. Dort leben unter anderem Moorfrosch, Erdkröte, Teichmolch, Kreuzotter, Kiebitz und Bekassine.
Zwischen Rhen und Norderstedt liegt das 2017 ausgewiesene Naturschutzgebiet Henstedter Moor mit rund 218 Hektar. Es bewahrt Reste eines Hochmoors und von Heideflächen, Teile wurden wiedervernässt. Amphibien, Reptilien, Libellen, Wiesenvögel und Fledermäuse finden hier Lebensraum. Bauvorhaben am Ortsrand in Richtung dieser Flächen brauchen deshalb besondere Sorgfalt bei Grundwasser, Licht und Lärm.
Auch im Ortsgebiet fließen Gewässer: Die Pinnau hat ihren Ursprung in Ulzburg, dazu kommen Bäche wie Wöddelbek, Krambek, Ebach und Bredenbek. Im Norden von Götzberg reicht das FFH-Gebiet „Landesforst Gehege Endern“ in die Gemeinde. Baustellen in der Nähe solcher Bereiche müssen Einträge von Schlamm, Zementwasser und Betriebsstoffen verhindern.

Wir überwachen die Auflagen aus Genehmigung und Fachgutachten, prüfen Bautabuzonen und Schutzmaßnahmen und halten Rücksprache mit Bauleitung und Unterer Naturschutzbehörde.
In den Wanderzeiten kontrollieren wir Schutzzäune und Fangeimer, setzen Tiere fachgerecht um, dokumentieren die Funde und melden Schäden am Zaun sofort.
Wir prüfen Stammschutz, Wurzelschutzbereiche und abgegrenzte Flächen und achten darauf, dass Lager und Fahrwege nicht in geschützte Bereiche wandern.
An Bächen und Gräben kontrollieren wir Absetzbecken, Sperren gegen Schlammeintrag und die Lagerung von Betriebsstoffen und halten Auffälligkeiten im Bautagebuch fest.
Auflagen aus Genehmigung und Artenschutz werden im Bauablauf umgesetzt, nicht erst bei der Abnahme bemerkt.
Dokumentierte Kontrollen schaffen Sicherheit gegenüber Unterer Naturschutzbehörde und Bauherr.
Frühe Hinweise auf Mängel helfen, Baustopps und Nacharbeiten zu vermeiden.
Umweltschutz ist in die tägliche Baulogistik eingebunden statt als Fremdkörper daneben.
→ Ein Amphibienschutzzaun mit Fangeimern wird während der Wanderzeit regelmäßig kontrolliert, die Tiere werden auf die sichere Seite gebracht.
→ Wir prüfen Absetzbecken und Barrieren nach Starkregen, lassen Schäden umgehend beheben und dokumentieren Ursache und Abhilfe.
→ Schutzzonen werden markiert und im Lageplan verankert. Bei Rundgängen weisen wir Gewerke auf Verstöße hin und lassen die Fläche räumen.
→ Jede Kontrolle wird mit Datum, Fotos und Befund protokolliert. Die Berichte stehen der Bauleitung jederzeit zur Weitergabe bereit.
Neue Bauflächen in Richtung Feuchtwiesen, Moore und Bachläufe, bei denen Artenschutz und Gehölzschutz in der Genehmigung stehen.
Arbeiten an Gräben, Bächen und Wegen in der Nähe der Alster- und Pinnauniederung mit Auflagen zum Gewässerschutz.
Große versiegelte Flächen mit Regenrückhaltung, Entwässerung und Ausgleichsmaßnahmen.
Bauen auf Flächen mit altem Baumbestand oder in der Nähe von Gewässern wie dem Beckersbergsee.

Wir lesen Genehmigung, Fachgutachten und landschaftspflegerische Begleitpläne und klären, welche Maßnahmen wann fällig sind.
Bautabuzonen, Zäune und Gewässerschutz werden vor Baubeginn markiert und mit der Bauleitung abgenommen.
Während der Bauzeit prüfen wir die Maßnahmen in festen Abständen und nach Starkregen oder Wochenenden.
Befunde, Fotos und Abhilfen landen in Protokollen, die Bauleitung und Behörde zur Verfügung stehen.
Grenzt eine Baufläche in Henstedt-Ulzburg an Feuchtwiesen oder an einen Bach in Richtung Alsterniederung, dann schreibt die Genehmigung häufig einen Amphibienschutzzaun und Bautabuzonen vor. In diesem Fall kontrollieren wir den Zaun in der Wanderzeit an jedem Morgen, setzen Tiere um und tragen die Funde in ein Protokoll ein.
Wird zugleich eine Baugrube entwässert, dann prüfen wir, dass das gepumpte Wasser über ein Absetzbecken läuft und nicht trüb in den Graben gelangt. Erkennen wir einen Mangel, informieren wir die Bauleitung sofort und halten fest, wann er behoben wurde.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Schutzzonen, Amphibienzäune und Absetzbecken gehören von Anfang an in den Lageplan der Baustelleneinrichtung. Das Logistik-Management legt Anfahrtswege und Lagerflächen so, dass sie geschützte Bereiche nicht berühren.
Unsere Kräfte der operativen Baulogistik achten bei Entsorgung und Reinigung auf die Vorgaben der ökologischen Begleitung. Hinweise vom Sicherheitsdienst, etwa auf beschädigte Zäune nach dem Wochenende, fließen in die Umweltkontrollen ein.
Meist dann, wenn die Baugenehmigung oder ein Fachgutachten Auflagen zum Artenschutz, zum Gehölzschutz oder zum Gewässerschutz enthält. In der Gemeinde betrifft das vor allem Flächen am Rand von Niederungen, Mooren und Bächen, etwa in Richtung Oberalsterniederung oder Henstedter Moor.

Senden Sie uns Genehmigung und Gutachten zu Ihrem Vorhaben. Wir planen die ökologische Baubegleitung und die Umweltkontrollen passend zu Bauzeit und Auflagen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Henstedt-Ulzburg. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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