Baustelle in Göttingen – Baulogistik Nord
Niedersachsen

Zwischen Leineaue und Buchenwald: ökologische Baubegleitung in Göttingen

Göttingen ist auf mehreren Seiten von Schutzgebieten umgeben. Im Osten reichen Buchenwälder auf Muschelkalk bis an die Wohngebiete, im Tal zieht sich das Landschaftsschutzgebiet Leinetal entlang des Flusses, dazu kommen Quellen, Teiche und Erdfälle, die als Naturdenkmale verzeichnet sind. Wer hier baut, trifft schnell auf Auflagen aus Naturschutz und Artenschutz.

Mit ökologischer Baubegleitung sorgen wir dafür, dass diese Auflagen auf der Baustelle ankommen. Wir kontrollieren Schutzzäune, achten auf Bauzeiten für Gehölzarbeiten, prüfen vor Abbruch und Sanierung auf Quartiere geschützter Tiere und dokumentieren alles für Bauherrn und Behörde. Die fachliche Bewertung durch Gutachter ergänzen wir dort, wo sie im Alltag umgesetzt werden muss.

Baulogistik Nord in Zahlen

100%

Eigenes Personal

16

Standorte bundesweit

6

Kernleistungen

24/7

Einsatzbereit

ISO 9001 zertifiziert
DIN 77200 zertifiziert
Alle Mitarbeiter Ersthelfer

Wo Umweltkontrollen in Göttingen ansetzen

Der Göttinger Wald ist als FFH-Gebiet mit rund 4.878 Hektar über Stadt und Landkreis gemeldet. Zu seinen Schutzzielen gehören Buchenwälder, der Kammmolch und das Große Mausohr. Auf dem Stadtgebiet liegen zudem die Naturschutzgebiete Göttinger Wald, Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld sowie Bratental mit seinen beweideten Trockenrasen. Baustellen in Nikolausberg, Herberhausen, Roringen oder an den östlichen Stadträndern grenzen oft an diese Flächen.

Im Westen prägen Leine, Leinekanal und die Bäche Grone, Weende und Lutter das Bild. Das Landschaftsschutzgebiet Leinetal bildet zusammen mit dem FFH-Gebiet ein fast geschlossenes Schutznetz. Arbeiten am Ufer, Wasserhaltungen und Einleitungen aus Baugruben brauchen dort besondere Sorgfalt, damit kein Schlamm und keine Betonreste ins Gewässer gelangen.

In der Stadt selbst geht es um Gebäude und Gehölze. Die Stadt bringt Nistkästen für Mauersegler und Haussperlinge an, Fledermäuse nutzen Dachräume und Spalten. Hecken und Gehölze dürfen vom 1. März bis 30. September nicht geschnitten werden, für größere Eingriffe in dieser Zeit braucht es eine Ausnahme der Unteren Naturschutzbehörde. Bei Sanierungen und Abbrüchen gehört der Blick auf diese Tiere deshalb an den Anfang.

Lokaler Bezug

  • FFH-Gebiet Göttinger Wald mit rund 4.878 Hektar
  • Naturschutzgebiete Bratental und Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld
  • Landschaftsschutzgebiet Leinetal
  • Naturdenkmale wie Gronequelle und Quellteiche des Weendespring
Baustelle in Göttingen – Baulogistik Nord
Unser Leistungsspektrum

Bausteine der Umweltbegleitung in Göttingen

Kontrolle von Amphibienschutzzäunen

Wo eine Baustelle Wanderwege von Kröten, Fröschen oder Molchen schneidet, kontrollieren wir die Schutzzäune in der Wandersaison, sammeln Tiere aus Fangeimern und setzen sie auf der sicheren Seite aus. Funde werden nach Art und Zahl erfasst.

Gebäudekontrolle vor Sanierung und Abbruch

Vor Eingriffen an Dächern und Fassaden prüfen wir mit dem Gutachter, ob Mauersegler, Sperlinge oder Fledermäuse dort leben. Werden Quartiere gefunden, halten wir Bauzeiten und Ersatzmaßnahmen nach.

Gehölz- und Gewässerschutz

Wir markieren Bäume und Uferstreifen, die geschützt bleiben, kontrollieren Schutzzäune im Wurzelbereich und achten darauf, dass Baugrubenwasser nicht ungeklärt in Leine oder Bäche läuft.

Dokumentation für die Behörde

Jede Kontrolle wird mit Datum, Fotos und Befund festgehalten. Bauherr und Untere Naturschutzbehörde erhalten so einen nachvollziehbaren Nachweis, dass die Auflagen eingehalten wurden.

Ihre Vorteile

Was eine begleitete Baustelle gewinnt

Auflagen aus Genehmigung und Schutzgebietsverordnung werden auf der Fläche tatsächlich umgesetzt.

Baustopps durch unerwartete Tierfunde werden seltener, weil früher geprüft wird.

Behörden erhalten lückenlose Nachweise statt nachträglicher Erklärungen.

Bauherren in Göttingen zeigen gegenüber Nachbarn und Öffentlichkeit, dass sie Rücksicht nehmen.

Konflikte zwischen Baustelle und Natur

Gehölze müssen für das Baufeld weichen, der Baubeginn fällt in die Brutzeit.

→ Wir weisen früh auf die Schnittzeiten hin, damit Rodungen vor dem 1. März erledigt werden. Lässt sich das nicht einhalten, unterstützen wir bei der Abstimmung mit der Behörde und kontrollieren die Flächen vor jedem Eingriff auf Nester.

Im Dach eines Altbaus werden Fledermäuse entdeckt.

→ Die Arbeiten an dieser Stelle ruhen, bis der Gutachter entschieden hat. Wir sichern den Bereich, passen den Bauablauf an und begleiten Ersatzquartiere bis zur Abnahme.

Eine Baustelle nahe dem Göttinger Wald liegt im Wanderweg von Amphibien.

→ Ein Schutzzaun leitet die Tiere um die Fläche. Wir kontrollieren ihn in der Saison täglich, halten ihn dicht und dokumentieren die Funde für die Naturschutzbehörde.

Bei Starkregen spült es Feinmaterial aus der Baugrube Richtung Bach.

→ Absetzbecken und Filtersperren werden vor Beginn der Erdarbeiten angelegt und von uns regelmäßig kontrolliert, bei Bedarf leiten wir Wasser gezielt ab oder lassen pumpen.

Einsatzgebiete

Bauvorhaben in Göttingen mit ökologischen Auflagen

Bauen am Rand des Göttinger Waldes

Wohn- und Infrastrukturvorhaben an den östlichen Stadträndern berühren FFH-Gebiet und Naturschutzgebiete mit Kammmolch, Mausohr und Buchenwald.

Arbeiten im Leinetal

Brücken, Leitungen und Uferarbeiten an Leine, Leinekanal und Bächen liegen im Landschaftsschutzgebiet und verlangen Gewässerschutz.

Sanierung im Bestand

Energetische Sanierungen und Dacharbeiten betreffen Quartiere von Mauerseglern, Sperlingen und Fledermäusen an älteren Gebäuden.

Neubau auf Grünflächen

Wo Gehölze gerodet und Böden geöffnet werden, greifen Schnittzeiten, Baumschutz und Ausgleichsmaßnahmen.

Unsere Zielgruppen in Göttingen

Bauherren mit Auflagen aus der Naturschutzbehörde
Erschließungsträger am Stadtrand
Leitungs- und Tiefbauunternehmen
Wohnungsunternehmen mit Sanierungsprogrammen
Landschaftsarchitekten und Gutachterbüros
Baustelle in Göttingen – Baulogistik Nord
So arbeiten wir

Ablauf der Zusammenarbeit in Göttingen

01

Auflagen sichten

Wir lesen Genehmigung, Schutzgebietsverordnung und Gutachten und leiten daraus ab, was auf der Baustelle kontrolliert werden muss.

02

Schutzflächen einrichten

Zäune, Markierungen und Entwässerung werden vor Baubeginn aufgebaut und mit der Bauleitung abgestimmt.

03

Regelmäßig kontrollieren

Wir prüfen Zäune, Gehölze, Gewässer und Gebäude im vereinbarten Takt und halten jeden Befund fest.

04

Nachweis übergeben

Am Ende erhalten Sie und die Behörde eine Zusammenfassung aller Kontrollen und Maßnahmen.

Aus der Praxis

Typischer Verlauf einer Begleitung

Grenzt ein Wohnbauvorhaben am östlichen Stadtrand von Göttingen an Wald und feuchte Wiesen, dann beginnt die ökologische Begleitung vor dem ersten Bagger. Gehölze werden im Winter entfernt, der Amphibienschutzzaun steht vor Beginn der Frühjahrswanderung, Uferstreifen und Einzelbäume sind mit Zaun geschützt.

Während der Bauzeit laufen die Kontrollen im festen Takt: in der Wandersaison täglich am Zaun, sonst wöchentlich an Schutzzäunen und Entwässerung. Zeigt sich in der Brutzeit ein Nest im Baufeld, dann wird das Ereignis im Bericht vermerkt und der Bereich ausgespart, bis die Jungen ausgeflogen sind.

Vertrauen & Qualität

ISO 9001 zertifiziert

Qualitätsmanagement

DIN 77200 zertifiziert

Sicherheitsdienstleistungen

AVPQ-zertifiziert

Amtliches Verzeichnis

DMB Mitglied

Deutscher Mittelstandsbund

Naturschutz im täglichen Bauablauf

Umweltkontrollen wirken nur, wenn sie zur Logistik passen. Lagerflächen werden nicht in geschützte Bereiche gelegt, Zufahrten umgehen Wurzelbereiche, Lieferungen in der Nähe von Schutzzäunen werden so geplant, dass niemand die Zäune beschädigt. Diese Regeln bringen wir in Einrichtungsplan und Logistikkonzept ein.

Für die Baustelleneinrichtung, die Gewerke und das Sicherheitspersonal sind die geschützten Bereiche klar gekennzeichnet. So weiß jeder auf der Fläche, wo Natur Vorrang hat. Die Begleitung wird nicht zum Fremdkörper, sondern zum festen Teil des Bauens in Göttingen.

Häufige Fragen

FAQ – Ökologische Baubegleitung & Umweltkontrollen in Göttingen

Im Osten das FFH-Gebiet Göttinger Wald mit den Naturschutzgebieten Göttinger Wald, Stadtwald und Kerstlingeröder Feld sowie Bratental. Im Westen das Landschaftsschutzgebiet Leinetal. Dazu kommen gesetzlich geschützte Biotope von zusammen über 140 Hektar.

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Kontakt

Bauen in Göttingen mit Rücksicht auf Natur

Schicken Sie uns Lage, Genehmigung und vorhandene Gutachten. Wir zeigen Ihnen, welche Umweltkontrollen sinnvoll sind.

Telefon

+49 (0) 4321 78 33 590

E-Mail

info@baulogistik-nord.de

Erreichbarkeit

Mo–Fr: 07:00 – 18:00 Uhr

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