
Wer an Naturschutz denkt, hat selten ein dicht bebautes Gründerzeitviertel vor Augen. Dabei leben gerade an alten Häusern Tiere, die streng geschützt sind. Spalten unter Dachziegeln, offene Fugen und Hohlräume an Gesimsen dienen Mauerseglern, Haussperlingen und Fledermäusen als Brut- und Ruheplatz. In Bremen-Fesenfeld mit seinen Häuserreihen aus dem 19. Jahrhundert ist das ein echtes Thema für jede Sanierung.
Unsere ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass solche Vorkommen erkannt werden, bevor Dämmung und neue Dachdeckung sie verschließen. Daneben behalten wir Bäume, Vorgärten, Boden und Abwasser im Blick. Umweltkontrollen laufen so im Baualltag mit, statt ihn aufzuhalten.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
In Bremen gehen die Bestände an Gebäuden brütender Arten wie Mauersegler und Haussperling spürbar zurück. Als eine der Hauptursachen gilt der Verlust von Lebensraum durch Sanierung und Modernisierung. Europäische Vogelarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, alle Fledermausarten streng. Nester von Arten, die jedes Jahr an denselben Platz zurückkehren, stehen auch außerhalb der Brutzeit unter Schutz. Müssen Quartiere weichen, ist vor Baubeginn eine Befreiung bei der Naturschutzbehörde zu beantragen.
Vom Boden aus lassen sich Niststätten an einer Fassade kaum finden. Sinnvoll ist eine Begutachtung, sobald das Gerüst steht. Für die Häuser in Bremen-Fesenfeld heißt das: Zwischen Einrüsten und den ersten Arbeiten am Dach braucht es ein kurzes Zeitfenster für die Kontrolle. Fällt die Brutzeit in die Bauphase, verschiebt sich unter Umständen die Reihenfolge der Arbeiten.
Auch unter der Straße hat der Ortsteil eine Geschichte. Der Dobben war ein rund 1,3 Kilometer langer Wassergraben, der vermutlich aus einem alten Seitenarm der Weser hervorging. Verfüllt wurde er 1864. Der Dünenzug, auf dem Altstadt, Ostertor und Steintor liegen, hatte an dieser Stelle eine Lücke. Bei Erdarbeiten sind Auffüllungen und wechselnde Schichten möglich, die getrennt erfasst und richtig entsorgt werden müssen.

Nach dem Einrüsten suchen wir Traufen, Dachränder, Gesimse und Fugen nach Spuren von Vögeln und Fledermäusen ab. Funde dokumentieren wir mit Foto und Lageplan und geben sie an Bauleitung und Fachgutachter weiter.
Sind Nisthilfen oder Fledermauskästen als Auflage vorgesehen, achten wir darauf, dass sie an der richtigen Stelle und rechtzeitig eingebaut werden.
Wir markieren Wurzelbereiche, prüfen Stammschutz und achten darauf, dass Material nicht auf Baumscheiben oder in Vorgärten gelagert wird.
Aushub aus Auffüllungen wird getrennt gehalten, Schlämme und Waschwasser gelangen nicht ungefiltert in den Kanal. Wir halten fest, was wohin abgefahren wurde.
Verstöße gegen den Artenschutz werden vermieden, bevor sie teuer werden.
Auflagen der Naturschutzbehörde sind nachvollziehbar dokumentiert.
Bäume und Vorgärten überstehen die Bauzeit ohne Schaden.
Bodenaushub ist richtig zugeordnet und sauber nachgewiesen.
→ Wir melden den Fund sofort und stimmen mit Bauleitung und Behörde ab, welche Dachseite zuerst bearbeitet wird. Die belegten Bereiche folgen nach dem Ausflug der Jungvögel.
→ Eine Kontrolle direkt nach dem Einrüsten deckt solche Quartiere auf. Arbeiten an der Stelle ruhen, bis das weitere Vorgehen geklärt ist.
→ Wir legen einen anderen Standort fest oder sichern den Wurzelbereich mit lastverteilenden Platten, wenn es keine Alternative gibt.
→ Der Aushub wird gesondert gelagert und beprobt. Erst nach dem Ergebnis entscheiden wir mit Ihnen über Verwertung oder Entsorgung.
Dämmung von Dach und Fassade an Bremer Häusern, bei der Spalten und Hohlräume als Quartiere verloren gehen können.
Arbeiten an Flachdächern und Balkonen der denkmalgeschützten Klinkersiedlung von 1929/30 mit vielen möglichen Nischen.
Austausch von Mischwasserkanälen im Straßenraum der Östlichen Vorstadt mit Aushub, Wasserhaltung und Schutz von Straßenbäumen.
Abriss und Neubau auf Teilen des Klinikgeländes im benachbarten Hulsberg, wo Gehölze, Boden und Gebäudebewohner zu prüfen sind.

Wir sichten Baugenehmigung, Auflagen und Bauzeitenplan und markieren kritische Zeiträume wie die Brutzeit.
Fassade und Dach werden auf Quartiere abgesucht, Bäume und Vorgärten gesichert.
Wir sind bei sensiblen Schritten dabei, prüfen Aushub und dokumentieren den Einbau von Ersatzquartieren.
Sie erhalten eine Übersicht über Funde, Maßnahmen und Entsorgungswege für Ihre Akten und die Behörde.
Soll ein Bremer Haus in Bremen-Fesenfeld energetisch saniert werden und steht das Gerüst im Mai, dann kontrollieren wir Dachrand und Fassade, bevor die Dachdecker beginnen. Finden sich Einfluglöcher von Mauerseglern, dann wird die Arbeit an dieser Stelle zurückgestellt und die Bauleitung bindet die Naturschutzbehörde ein.
Für die Zeit nach der Sanierung werden in diesem Fall meist Ersatznistplätze verlangt. Wir begleiten den Einbau, halten Lage und Anzahl fest und übergeben die Dokumentation an den Bauherrn.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Die ökologische Begleitung richtet sich nach dem Bauzeitenplan. Kontrollen legen wir auf die Zeitpunkte, an denen sie den Ablauf am wenigsten stören, etwa direkt nach dem Gerüstbau.
Mit Gerüstbau, Dachdeckern und Tiefbau sprechen wir ab, was bei einem Fund passiert. So muss im Ernstfall niemand improvisieren und die Baustelle läuft an anderer Stelle weiter.
Ja, gerade an alten Häusern. Mauersegler, Haussperlinge und Fledermäuse nutzen Spalten und Hohlräume unter Dachziegeln oder an Fassaden. Bei einer Sanierung können diese Plätze verloren gehen. Das Bundesnaturschutzgesetz schützt sie, deshalb lohnt eine Kontrolle vor den Arbeiten am Dach.

Teilen Sie uns mit, welche Arbeiten an Ihrem Haus geplant sind. Wir prüfen, welche Umweltkontrollen für Ihr Vorhaben in Bremen-Fesenfeld sinnvoll sind.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Bremen-Fesenfeld. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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