
Die Landschaft um Werneuchen ist ein Erbe der letzten Eiszeit. Auf der Hochfläche des Barnim liegen kleine Pfuhle mitten in den Feldern, bei Tiefensee und Hirschfelde schneidet sich der Gamengrund mit seiner Kette schmaler Seen tief in das Gelände. Bei Weesow steht das Weesower Luch unter Naturschutz, ein Feuchtgebiet mit Wiesen, Röhricht und Kleingewässern. Wer hier baut, bewegt sich oft nah an empfindlichen Lebensräumen.
Mit ökologischer Baubegleitung und Umweltkontrollen sorgen wir dafür, dass Auflagen aus Genehmigung und Bebauungsplan auf der Baustelle tatsächlich umgesetzt werden. Wir prüfen Schutzzonen, begleiten kritische Arbeiten und dokumentieren, was für Behörden und Bauherren nachweisbar sein muss.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Das Naturschutzgebiet Weesower Luch ist rund 58 Hektar groß und seit 1997 geschützt. Geschützt werden dort Feuchtwiesen, Seggenriede, Röhrichte und kleine Stillgewässer, vor allem als Lebensraum für Amphibien, Vögel und Libellen. Im Osten verläuft die L 235, im Süden die B 158. Vorhaben in der Umgebung, etwa Freiflächenanlagen auf benachbarten Äckern, müssen Abstände, Wanderwege von Amphibien und den Wasserhaushalt im Blick haben.
Der Gamengrund ist eine eiszeitliche Schmelzwasserrinne mit rund 14 Rinnenseen, darunter der Gamensee bei Tiefensee. Er ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, als geologisch bedeutsames Geotop bekannt und zugleich FFH-Gebiet. Bauarbeiten an Wegen, Leitungen oder Gebäuden in seiner Nähe brauchen deshalb besondere Sorgfalt bei Erdarbeiten und Materiallagerung.
Auch abseits der Schutzgebiete gibt es Auflagen. Die Böden sind vielerorts sandig und durch Wind stark erosionsgefährdet. Bebauungspläne der Stadt verlangen etwa den Schutz von Gehölzreihen während der Bauzeit, versickerungsfähige Wege und insektenfreundliche Beleuchtung, damit Fledermäuse weiter Nahrung finden.

Wir legen Tabuflächen fest, prüfen Schutzzäune an Gewässern, Gehölzen und Schutzgebietsgrenzen und achten darauf, dass dort weder gefahren noch gelagert wird.
Vor Baubeginn und während der Arbeiten kontrollieren wir Flächen auf Brutvögel und wandernde Amphibien. Bei Funden stimmen wir das weitere Vorgehen mit der zuständigen Behörde ab.
Wir überwachen den Umgang mit Oberboden, die Lagerung von Aushub und Maßnahmen gegen Verwehung auf sandigen Flächen.
Kontrollgänge, Fotos und Abweichungen halten wir in Berichten fest, die Sie gegenüber Naturschutz- und Bodenschutzbehörde vorlegen können.
Auflagen aus Genehmigung und Bebauungsplan werden auf der Baustelle nachweisbar eingehalten.
Konflikte mit Artenschutz und Gewässerschutz fallen früh auf, bevor sie den Bau aufhalten.
Die Dokumentation erleichtert Abnahmen und Gespräche mit Behörden.
Boden, Gehölze und Gewässer am Baufeld bleiben so weit wie möglich erhalten.
→ Amphibienschutzzäune, Kontrolle der Fangeimer und angepasste Fahrzeiten in der Wanderphase.
→ Kontrolle vor dem Baustart und Abstimmung von Bauzeitenfenstern, damit Brutplätze nicht zerstört werden.
→ Befeuchten, Abdecken oder rasches Begrünen offener Bodenflächen sowie Kontrolle nach starkem Wind.
→ Arbeiten an der Stelle unterbrechen, Bauleitung informieren und die Meldung an die Bodenschutzbehörde des Landkreises vorbereiten.
Anlagen auf Äckern nahe Schutzgebieten, bei denen etwa Grünland unter den Modulen, Pestizidverzicht und eine begrenzte Versiegelung vorgegeben sein können.
Neue Baugrundstücke auf früheren Ackerflächen mit Auflagen zu Gehölzschutz, Pflanzungen und versickerungsfähigen Wegen.
Arbeiten in einem Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet mit Rinnenseen, tief eingeschnittenen Hängen und empfindlichen Uferbereichen.
Hallen und Betriebsflächen, bei denen Eingriffe in Boden und Natur ausgeglichen und überwacht werden müssen.

Wir werten Genehmigung, Bebauungsplan und Fachgutachten aus und ermitteln, welche Schutzgüter betroffen sind.
Gemeinsam mit Ihnen bestimmen wir Schutzzonen, Kontrollintervalle und kritische Bauphasen.
Wir sind bei Erdarbeiten, Rodungen und Arbeiten nahe Gewässern auf der Baustelle und prüfen die Umsetzung.
Ergebnisse, Abweichungen und Maßnahmen werden dokumentiert und an Bauleitung und Behörde weitergegeben.
Entsteht eine Freiflächenanlage auf Äckern in der Nähe eines Feuchtgebiets wie dem Weesower Luch, dann beginnen wir mit einer Kontrolle der Flächen vor Baustart. Gibt es Hinweise auf Amphibienwanderungen, werden Schutzzäune gestellt und die Baustraßen so geführt, dass sie Wanderkorridore möglichst wenig zerschneiden.
Wird hingegen ein Wohngebiet am Ortsrand erschlossen, dann stehen der Schutz der vorhandenen Baumreihe, die Lagerung des Oberbodens und die Vorgaben zur Beleuchtung im Vordergrund. Bei jedem Kontrollgang prüfen wir die Schutzzonen. Das Ergebnis halten wir schriftlich fest.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Schutzzonen und Tabuflächen müssen schon in der Baustelleneinrichtung berücksichtigt sein, sonst landen Lager oder Container an der falschen Stelle. Wir bringen die Umweltauflagen deshalb früh in die Planung von Einrichtung und Logistik ein.
Für Vorhaben in Werneuchen können wir Umweltkontrollen gemeinsam mit operativer Baulogistik und Baustellensicherheit übernehmen. Wer täglich auf der Fläche ist, sieht beschädigte Schutzzäune oder falsch gelagertes Material sofort.
Immer dann, wenn eine Genehmigung oder ein Bebauungsplan Auflagen zum Natur-, Arten- oder Bodenschutz enthält. Das betrifft in Werneuchen vor allem Vorhaben in der Nähe des Weesower Luchs, des Gamengrunds, von Seen und Pfuhlen sowie Bauten am Siedlungsrand.

Senden Sie uns Genehmigung oder Bebauungsplan Ihres Vorhabens. Wir schlagen Ihnen ein passendes Kontrollkonzept vor.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Werneuchen. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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