
Ein Monteur rutscht an der Attika eines Hochhauses ab, ein Bauhelfer klemmt sich die Hand unter einer Palette, ein Elektriker bekommt einen Schlag. Solche Augenblicke lassen sich durch gute Arbeitsschutzplanung seltener machen, ganz verhindern lassen sie sich nicht. Was danach geschieht, hängt davon ab, ob jemand mit medizinischer Ausbildung in Rufweite ist.
Für Bauvorhaben in Hamburg-Rahlstedt stellen wir Betriebssanitäter, die Verletzte versorgen, den Rettungsdienst anfordern und einweisen und jeden Einsatz festhalten. Ergänzend übernehmen Brandschutzhelfer die Brandwache bei Schweiß- und Trennarbeiten. Vorgeschrieben ist ein Betriebssanitäter nach DGUV Vorschrift 1 § 27 auf Baustellen, auf denen mehr als 100 Versicherte tätig sind. Viele Bauherren setzen ihn auch darunter ein, wenn die Arbeiten besonders riskant sind.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Der Stadtteil misst 26,6 Quadratkilometer und reicht von der U-Bahn-Linie U1 im Nordwesten bis an die Landesgrenze im Osten. Ein Rettungswagen kann von seiner Wache aus also ganz unterschiedliche Wege haben. Hinzu kommt, dass Baufelder oft nicht an der Straße liegen, sondern hinter Hochhausriegeln, Garagenhöfen oder in Innenhöfen der Siedlungen. Ohne Lotsen an der Zufahrt suchen die Retter wertvolle Minuten.
Die Großsiedlungen der 1960er-Jahre in Großlohe, Hohenhorst und Rahlstedt-Ost bestehen zu einem guten Teil aus Gebäuden mit vielen Geschossen. Bei Fassaden-, Dach- und Fensterarbeiten an solchen Häusern dominiert die Gefahr von Abstürzen aus großer Höhe. Bergung und Erstversorgung auf Gerüsten oder in engen Treppenhäusern verlangen Übung und ein abgestimmtes Vorgehen mit der Feuerwehr.
An der Liliencronstraße liegt ein Kinderkrankenhaus. Für Verletzte vom Bau wählt der Rettungsdienst die Klinik nach Lage und Art der Verletzung aus. Für die Baustelle heißt das: Die Zeit bis zur Übergabe überbrückt der Betriebssanitäter. Sein Bericht geht mit, damit die weiterbehandelnde Klinik weiß, was bereits getan wurde.

Blutungen stillen, Brüche ruhigstellen, Bewusstlose lagern, Atmung und Kreislauf überwachen: Der Betriebssanitäter handelt, bis der Notarzt oder Rettungsdienst übernimmt. Die Übergabe erfolgt mit einem kurzen schriftlichen Bericht.
Beim Notruf nennen wir den vereinbarten Anfahrtspunkt. Ein Einweiser wartet an der Straße und führt die Besatzung durch Tor, Baustraße und Gerüst direkt zum Patienten.
Wo geschweißt, getrennt oder mit offener Flamme abgedichtet wird, halten Brandschutzhelfer Löschmittel bereit, beobachten die Umgebung und bleiben nach Arbeitsende vor Ort, bis keine Glutnester mehr drohen.
Welche Ausrüstung über die Grundausstattung zur Ersten Hilfe hinaus vorgehalten wird, etwa ein eigener Sanitätsraum oder Rettungsgerät für Höhenarbeiten, legen wir gemeinsam mit Ihnen nach Größe und Gefährdung fest.
Zwischen Unfall und Eintreffen des Rettungsdienstes steht niemand ohne Hilfe da.
Retter finden den Patienten auch hinter Hochhäusern und in Innenhöfen ohne Umweg.
Funkenflug und Entstehungsbrände werden bemerkt, bevor sich Feuer ausbreitet.
Behandlungen sind im Verbandbuch nachgewiesen, wie es die Berufsgenossenschaft verlangt.
→ Der Sanitäter versorgt auf der Gerüstlage, sichert den Verletzten gegen weiteres Abrutschen und hält den Bereich frei, bis die Feuerwehr ihn mit Höhenrettung herunterholt.
→ Bei der Alarmierung wird der feste Anfahrtspunkt durchgegeben, ein Einweiser steht dort mit Warnweste bereit.
→ Wir sperren den Gefahrenbereich, prüfen Bewusstsein und Wirbelsäule und lagern den Verletzten so, dass der Notarzt ohne Umlagern übernehmen kann.
→ Jede Firma wird beim ersten Arbeitstag in Notrufnummer, Sanitäter und Sammelplatz eingewiesen. Aushänge an allen Treppentürmen wiederholen diese Angaben.
Fassaden-, Dach- und Fensterarbeiten in großer Höhe an bewohnten Gebäuden der Großsiedlungen.
Abbruch mit schwerem Gerät, danach Rohbau mit Kran und Fertigteilen bei laufendem Betrieb in der Nachbarschaft.
Mehrere Gebäude gleichzeitig mit zahlreichen Gewerken, bei denen die Schwelle von 100 Beschäftigten erreicht werden kann.
Bauvorhaben entlang der Strecke nach Lübeck, für die eine eigene S-Bahn-Trasse geplant ist, mit Gleisnähe und langen Wegen.

Mit SiGe-Koordination und Bauleitung klären wir Beschäftigtenzahl, Höhe der Arbeitsplätze, Abbruch- und Heißarbeiten und ob die Pflichtgrenze erreicht wird.
Anfahrtspunkt, Weg zum Patienten, Sanitätsbereich, Alarmierung und Sachmittel werden schriftlich vereinbart und ausgehängt.
Sanitäter und Brandschutzhelfer lernen Baufeld und Kolonnen kennen, die Gewerke erfahren, wer im Notfall gerufen wird.
Mit jedem Bauabschnitt prüfen wir Rettungswege und Besetzung neu und werten Einträge im Verbandbuch aus.
Wird an einem Hochhaus in einer Großsiedlung die Fassade erneuert und arbeiten zusammen mit Dachdeckern, Fensterbauern und Gerüstbauern mehr als 100 Beschäftigte gleichzeitig auf der Baustelle, dann ist ein Betriebssanitäter Pflicht. Wir legen dann einen Sanitätsbereich am Fuß des Gerüsts fest, bestimmen einen Anfahrtspunkt an der Straße und üben mit den Kolonnen, wie ein Verletzter von einer hohen Gerüstlage gerettet wird.
Kommen in der Dachphase Schweißarbeiten an Abdichtungen hinzu, dann stellen wir zusätzlich Brandschutzhelfer. Diese kontrollieren vor Arbeitsbeginn die Löschmittel, beobachten während der Arbeiten die angrenzenden Bauteile und halten nach Feierabend eine Brandwache, damit kein Schwelbrand über Nacht in die bewohnten Wohnungen dringt.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Wo der Rettungswagen hält und welcher Weg zum Patienten frei bleibt, wird schon in der Baustelleneinrichtung festgelegt. Das Logistik-Management achtet darauf, dass Lieferfahrzeuge diesen Weg nicht dauerhaft zustellen, auch an Tagen mit vielen Anlieferungen.
Die Wachkräfte der Baustellensicherheit öffnen im Notfall das Tor und begleiten die Retter. Auf Baustellen in Hamburg-Rahlstedt mit mehreren Zufahrten stimmen Sanitäter und Wachdienst vorher ab, welche Einfahrt im Ernstfall gilt.
Nach DGUV Vorschrift 1 § 27 ist er Pflicht, wenn mehr als 100 Versicherte auf der Baustelle tätig sind. Bei großen Wohnanlagen oder Hochhaussanierungen wird diese Zahl in der Hauptbauzeit oft erreicht. Bei Höhen- oder Abbrucharbeiten entscheiden sich manche Bauherren auch darunter für einen Sanitäter.

Teilen Sie uns Beschäftigtenzahl, Bauart und gefährliche Arbeiten mit. Wir schlagen Ihnen Besetzung, Rettungskette und Sachmittel nach Absprache vor.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Hamburg-Rahlstedt. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
Keine Subunternehmer · Eigenes Personal · Bundesweit einsatzbereit