{"slug":"flintbek/oekologische-baubegleitung","name":"Flintbek","bundesland":"Schleswig-Holstein","stadtSlug":"flintbek","leistungSlug":"oekologische-baubegleitung","leistungName":"Ökologische Baubegleitung & Umweltkontrollen","metaTitle":"Umweltkontrollen und Baubegleitung in Flintbek","metaDescription":"Ökologische Baubegleitung in Flintbek: Bauzeiten für Vögel und Fledermäuse, Knickschutz, Kirchenmoor, Spöck und Eidertal sowie archäologische Auflagen.","h1":"Bauen zwischen Eidertal und Kirchenmoor: ökologische Begleitung in Flintbek","einleitung":["Flintbek ist von Landschaft umgeben, die geschützt ist oder geschützt werden soll. Die Niederung der Eider mit ihren steilen Talhängen gilt im Landschaftsprogramm als Geotop, ein unter Gletschern entstandenes Tunneltal. Die Eider selbst ist eine Biotopverbundachse von landesweiter Bedeutung. Südlich des neuen Wohngebiets liegt das Kirchenmoor, teils als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Wer hier baut, bekommt Auflagen, die mit dem Bauablauf zusammenpassen müssen.","Unsere ökologische Baubegleitung in Flintbek sorgt dafür, dass diese Auflagen im Alltag eingehalten werden. Wir kontrollieren Schutzflächen, überwachen Bauzeitenregelungen, dokumentieren den Zustand von Knicks, Gehölzen und Gewässern und geben den Gewerken klare Hinweise, bevor etwas schiefgeht."],"anforderungenTitle":"Welche Umweltauflagen in Flintbek den Bau prägen","anforderungen":["Für das Wohngebiet des Bebauungsplans Nr. 50 wurden sechs Fledermausarten nachgewiesen, darunter Zwerg-, Mücken- und Breitflügelfledermaus, dazu Flugstraßen entlang der Knicks. Der Umweltbericht legt deshalb Bauzeiten fest: Bäume mit mehr als 20 Zentimetern Stammdurchmesser dürfen nur vom 1. Dezember bis Ende Februar gefällt werden, die übrige Baufeldfreimachung nur vom 1. Oktober bis Ende Februar. Bäume ab 50 Zentimetern werden vorher auf Besatz geprüft, nächtliche Arbeiten und Baustellenbeleuchtung sind unzulässig.","Knicks sind in Schleswig-Holstein gesetzlich geschützt. Im Plangebiet bleiben sie mit einem mindestens drei Meter breiten Schutzstreifen erhalten, Durchbrüche dürfen höchstens 26 Meter lang sein. Mindestens 285 laufende Meter Knick werden neu angelegt. Ein gehölzbestandener Steilhang im Nordwesten und ein Feuchtwald aus Schwarzerlen in einer Senke stehen als Biotope unter Schutz.","Auch Wasser und Boden verlangen Aufmerksamkeit. Am Rand des Gebiets fließt die Spöck, die im Landschaftsrahmenplan als Vorrangfließgewässer nach der Wasserrahmenrichtlinie eingestuft ist. Regenwasser wird über Mulden und ein Regenwasserklärbecken in eine Retentionsfläche geleitet. Das Gebiet liegt in einem archäologischen Interessengebiet: Funde müssen vor Beginn der Bodenarbeiten in einer Hauptuntersuchung ausgegraben werden, rund 85 Meter südlich liegt ein eingetragener Grabhügel."],"leistungenTitle":"Unsere Umweltkontrollen auf der Baustelle","leistungen":[{"title":"Überwachung der Bauzeitenregelung","text":"Wir prüfen, ob Fällungen und Baufeldräumung in den erlaubten Zeiträumen liegen, begleiten Besatzkontrollen an Höhlenbäumen und halten fest, wann welche Fläche freigegeben wurde."},{"title":"Kontrolle von Knicks und Schutzflächen","text":"Wir begehen Knickschutzstreifen, Steilhang, Waldrand und Feuchtwald regelmäßig, prüfen Absperrungen und melden Befahrung, Lagerung oder Beschädigung sofort."},{"title":"Gewässer- und Bodenschutz","text":"Wir achten darauf, dass kein Schlamm und kein belastetes Wasser in Mulden, Retentionsflächen oder die Spöck gelangt. Außerdem kontrollieren wir Lagerplätze für Kraftstoff und Bodenmieten."},{"title":"Dokumentation für Behörden","text":"Alle Kontrollen werden mit Datum, Fotos und Befund festgehalten. So lässt sich gegenüber der unteren Naturschutzbehörde und dem Bauherrn belegen, dass die Auflagen eingehalten wurden."}],"herausforderungenTitle":"Typische Konflikte zwischen Bauablauf und Naturschutz","herausforderungen":[{"problem":"Der Erdbau soll im Frühjahr beginnen, die Baufeldräumung ist aber nur bis Ende Februar erlaubt.","loesung":"Wir planen mit dem Bauherrn rückwärts: Gehölze und Flächen werden im Winter geräumt, damit der Erdbau im Frühjahr ohne Verstoß gegen die Bauzeitenregelung starten kann."},{"problem":"Ein Bagger fährt im Knickschutzstreifen, weil der kürzeste Weg dort entlangführt.","loesung":"Wir sperren den Streifen sichtbar ab, weisen Fahrer ein und kontrollieren in kurzen Abständen. Schäden melden wir sofort, damit sie fachgerecht behoben werden."},{"problem":"Nach Starkregen läuft trübes Wasser von offenen Flächen in Richtung Spöck.","loesung":"Wir prüfen Absetzmulden und Sperren, lassen sie bei Bedarf nachbessern und dokumentieren die Lage für die Bauleitung."},{"problem":"Beim Aushub tauchen Verfärbungen oder Scherben auf.","loesung":"Nach Denkmalschutzgesetz sind Funde sofort zu melden. Wir stoppen die Arbeit an der Stelle, sichern sie und informieren Bauleitung und Denkmalbehörde."}],"vorteilTitle":"Was die ökologische Begleitung in Flintbek bringt","vorteile":["Bauzeitenregelungen werden eingehalten, ohne dass der Bauablauf ins Stocken gerät.","Knicks, Steilhang und Feuchtwald bleiben unbeschädigt und müssen nicht teuer nachgebessert werden.","Gewässer und Retentionsflächen werden vor Eintrag aus der Baustelle geschützt.","Behörden erhalten eine lückenlose Dokumentation der Umweltkontrollen."],"praxisbeispielTitle":"Typischer Fall: Erschließung eines Baufelds mit Knick und Höhlenbaum","praxisbeispiel":["Soll für eine Erschließungsstraße im neuen Quartier ein Knickabschnitt durchbrochen werden, in dem ein alter Baum mit Höhlen steht, dann legen wir die Fällung in die Zeit zwischen Dezember und Februar und lassen den Baum vorher auf überwinternde Fledermäuse prüfen. Das Knickmaterial wird gesichert und für neue Knicks am Gebietsrand verwendet.","Beginnen danach die Erdarbeiten, dann kontrollieren wir den angrenzenden Schutzstreifen, prüfen die Absperrung nach jedem Wetterumschwung und achten darauf, dass abends keine Beleuchtung den Dunkelkorridor an der Knicklücke stört."],"integrationTitle":"Umweltschutz als Teil der Baulogistik","integration":["Schutzflächen, Absperrungen und erlaubte Fahrwege fließen in den Einrichtungsplan ein. So wissen Fahrer und Gewerke von Anfang an, wo sie nicht fahren und nichts lagern dürfen.","Die Kräfte der operativen Baulogistik und der Baustellensicherheit melden Auffälligkeiten an Knicks, Zäunen oder Gewässern an uns. Dadurch werden Umweltkontrollen nicht nur bei der Begehung, sondern im ganzen Baustellenalltag wirksam."],"projekteTitle":"Vorhaben in Flintbek mit ökologischer Begleitung","projekte":[{"type":"Wohngebiet mit Knicks und Fledermausflugstraßen","beschreibung":"Das Quartier nach Bebauungsplan Nr. 50 mit Bauzeitenregelung, Beleuchtungsverbot in der Nacht und Knickschutz."},{"type":"Retentions- und Ausgleichsflächen","beschreibung":"Modellierung von Mulden, Klärbecken und Retentionsfläche am Rand von Kirchenmoor und Spöck."},{"type":"Leitungsbau im Eidertal","beschreibung":"Arbeiten in der Eiderniederung, einer Biotopverbundachse von landesweiter Bedeutung, mit Auflagen zu Gewässer und Talhängen."},{"type":"Erdarbeiten in archäologischen Interessengebieten","beschreibung":"Flintbek ist für ein über vier Kilometer langes Gräberfeld aus Bronze- und Eisenzeit bekannt. Bodenarbeiten brauchen dort Abstimmung mit der Denkmalpflege."}],"lokalerBezug":["Kirchenmoor südlich des neuen Wohngebiets, teils Landschaftsschutzgebiet","Spöck als Vorrangfließgewässer nach Wasserrahmenrichtlinie","Eiderniederung mit Tunneltal-Geotop","Bronze- und eisenzeitliches Gräberfeld mit über 70 Fundstellen"],"zielgruppen":["Bauträger und Erschließungsträger","Gemeinde Flintbek und Amt Eidertal","Tief- und Leitungsbauer","Planungsbüros und Umweltgutachter","Generalunternehmer im Wohnungsbau"],"ablauf":[{"step":"01","title":"Auflagen auswerten","text":"Wir lesen Umweltbericht, Artenschutzgutachten und Baugenehmigung und erstellen eine Liste aller Schutzmaßnahmen mit Fristen."},{"step":"02","title":"Schutzflächen einrichten","text":"Vor Baubeginn werden Knickschutzstreifen, Waldrand und sensible Flächen abgesperrt und gekennzeichnet."},{"step":"03","title":"Regelmäßig kontrollieren","text":"Während der Bauzeit begehen wir die Flächen nach festem Plan und nach Starkregen oder besonderen Arbeiten zusätzlich."},{"step":"04","title":"Berichten","text":"Sie erhalten Kontrollberichte mit Fotos, die Sie an Bauherrn und Naturschutzbehörde weitergeben können."}],"faq":[{"question":"Wann darf im neuen Wohngebiet in Flintbek gerodet werden?","answer":"Der Umweltbericht zum Bebauungsplan Nr. 50 erlaubt Baumfällungen ab 20 Zentimetern Stammdurchmesser nur vom 1. Dezember bis Ende Februar. Die übrige Baufeldfreimachung und Gehölzbeseitigung ist vom 1. Oktober bis Ende Februar zulässig."},{"question":"Sind Amphibienzäune im Neubaugebiet nötig?","answer":"Für das Plangebiet Nr. 50 schließt der Umweltbericht artenschutzrechtlich relevante Amphibienvorkommen mit großer Wahrscheinlichkeit aus. Bei Vorhaben näher an Eider, Moor oder Kleingewässern in Flintbek kann das anders sein, dann übernehmen wir auch Zaunkontrollen."},{"question":"Was gilt für die Knicks auf meinem Baufeld?","answer":"Knicks sind gesetzlich geschützt. Im Gebiet Nr. 50 gilt ein mindestens drei Meter breiter Schutzstreifen ohne Lagerung und Erdarbeiten, Durchbrüche sind auf höchstens 26 Meter begrenzt. Knickmaterial wird nicht entsorgt, sondern für neue Knicks verwendet."},{"question":"Welche Rolle spielt die Archäologie in Flintbek?","answer":"Eine große. Ausgrabungen von 1977 bis 1996 erschlossen ein über vier Kilometer langes Gräberfeld mit über 70 Fundstellen. Für das Neubaugebiet verlangt die Planbegründung eine archäologische Hauptuntersuchung vor den Bodenarbeiten. Zufällige Funde sind sofort zu melden."},{"question":"Wie schützen Sie Spöck und Kirchenmoor während der Bauzeit?","answer":"Wir kontrollieren, dass kein Schlamm, Kraftstoff oder Zementwasser in Mulden, Retentionsflächen oder die Spöck gelangt, prüfen Absetzmulden nach Starkregen und halten Fahrzeuge aus den Schutzflächen am Rand des Kirchenmoors heraus."}],"ctaHeadline":"Umweltauflagen für Ihr Vorhaben in Flintbek im Griff","ctaText":"Schicken Sie uns Umweltbericht und Baugenehmigung. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Auflagen mit Ihrem Bauzeitenplan vereinbaren lassen.","ctaButton":"Begleitung anfragen","nachbarn":[["bordesholm","Bordesholm"],["kronshagen","Kronshagen"],["kiel","Kiel"],["schwentinental","Schwentinental"],["preetz","Preetz"],["schoenkirchen","Schönkirchen"],["heikendorf","Heikendorf"],["altenholz","Altenholz"]]}