
Vor der Stadtkante von Nordenham liegt ein Fluss, der zweimal am Tag steigt und fällt. Die Tideweser mit ihren Wattflächen, Röhrichten, Vorländern und Platen ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Das FFH-Gebiet „Unterweser“ und das EU-Vogelschutzgebiet „Unterweser“ erstrecken sich entlang des Flusses. Wer nahe dem Ufer, an Gräben oder auf bisher offenen Marschflächen baut, berührt damit schnell Belange des Natur- und Artenschutzes.
Unsere ökologische Baubegleitung sorgt dafür, dass Auflagen aus Genehmigung und Naturschutzrecht auf der Baustelle tatsächlich umgesetzt werden. Wir kontrollieren Schutzzäune und Tabuflächen, achten auf Brutzeiten, überwachen den Umgang mit Wasser und Boden und dokumentieren alles für Bauherr und Behörde.
Eigenes Personal
Standorte bundesweit
Kernleistungen
Einsatzbereit
Die Weser ist Lebensraum für wandernde Fische. Nach der Begründung zum geplanten Naturschutzgebiet „Tideweser“ liegen hier Laichplätze von Stint und Finte. Im Frühjahr ziehen Schweinswale flussaufwärts, Seehunde nutzen Sandbänke am Fahrwasser der Außenweser. Arbeiten in Ufernähe, die Trübung, Lärm oder Einträge ins Wasser verursachen, verlangen deshalb sorgfältige Kontrolle und gegebenenfalls feste Zeitfenster.
Vögel bestimmen den Kalender mit. Das Vogelschutzgebiet „Unterweser“ wurde 2001 gemeldet und umfasst Wasser- und Wattflächen ebenso wie Vorländer und Platen, die Funktionen für geschützte Vogelarten erfüllen. Auch auf Marschflächen außerhalb der Schutzgebietsgrenzen brüten Arten am Boden oder im Röhricht der Gräben. Vor Beginn von Erdarbeiten in der Brutzeit muss geprüft werden, ob Nester betroffen sind und wie der Bauablauf angepasst wird.
Der Boden ist empfindlich. Die Marsch rund um Nordenham besteht aus Schwemmland, das von Gräben durchzogen ist und einen hohen Wasserstand hat. Verdichtung durch schwere Maschinen, Wasserhaltung in Baugruben und das Einleiten von abgepumptem Wasser in Gräben brauchen klare Regeln. Wir überwachen, dass Oberboden getrennt gelagert und Grabenböschungen nicht beschädigt werden.

Wir lesen Genehmigung und Fachgutachten, übersetzen die Auflagen in eine Checkliste für die Baustelle und prüfen regelmäßig, ob sie eingehalten werden.
Vor und während der Arbeiten suchen wir Flächen auf Nester und Tiere ab, markieren Tabuzonen und stimmen bei Funden das weitere Vorgehen mit der Naturschutzbehörde ab.
Wir überwachen Wasserhaltung, Einleitungen in Gräben, Betankungsflächen und Bodenlager und achten darauf, dass Schadstoffe nicht in Boden oder Wasser gelangen.
Jede Kontrolle wird mit Datum, Befund und Fotos festgehalten. Daraus entstehen Berichte, die Bauherr und Behörde jederzeit einsehen können.
Naturschutzauflagen werden auf der Baustelle sichtbar umgesetzt.
Baustopps durch unentdeckte Brutvorkommen werden vermieden.
Gewässer und Gräben bleiben vor Einträgen aus der Baustelle geschützt.
Behörden erhalten nachvollziehbare Berichte über jede Kontrolle.
→ Wir kontrollieren die Fläche vorab auf Brutvorkommen. Werden Nester gefunden, schlagen wir Schutzabstände oder eine geänderte Reihenfolge der Arbeiten vor und stimmen sie mit der Behörde ab.
→ Wir prüfen, ob eine Erlaubnis vorliegt, überwachen Trübung und Menge und achten darauf, dass Absetzbecken oder Filter funktionieren, bevor Wasser in den Graben gelangt.
→ Tabuflächen werden sichtbar abgegrenzt und bei jeder Kontrolle geprüft. Verstöße melden wir der Bauleitung sofort und dokumentieren sie.
→ Wir halten die in der Genehmigung festgelegten Zeitfenster nach und überwachen Schutzmaßnahmen wie Schlickvorhänge oder Abstände zum Wasser.
Vorhaben nahe der Weser, bei denen Wasser, Röhricht und Wattflächen geschützt werden müssen.
Neue Bau- oder Gewerbeflächen auf bislang offenem Land mit Gräben und Bodenbrütern.
Linienbaustellen, die Gräben queren und Wasserhaltung im feuchten Marschboden brauchen.
Arbeiten an Anlegern, Uferbefestigungen und Wasserflächen mit Auflagen zum Fischschutz.

Wir lesen Genehmigung, Gutachten und Pläne und fassen alle Umweltauflagen zusammen.
Vor Baubeginn prüfen wir Arten, Gewässer und Tabuflächen und legen Schutzmaßnahmen fest.
Wir kontrollieren regelmäßig, beraten die Bauleitung und reagieren auf Funde oder Verstöße.
Am Ende erhalten Sie eine vollständige Dokumentation für Ihre Akte und die Behörde.
Wird in Nordenham eine Fläche nahe dem Weserufer bebaut, die an Gräben und Röhrichte grenzt, dann enthält die Genehmigung meist Auflagen zum Artenschutz und zur Wasserhaltung. Vor Baubeginn legen wir die Tabuflächen fest. In der Brutzeit kontrollieren wir, ob dort Vögel brüten.
Muss eine Baugrube entwässert werden, dann überwachen wir, wie das abgepumpte Wasser behandelt und abgeleitet wird. Zeigt sich ein Problem, dann informieren wir die Bauleitung am selben Tag und schlagen eine Lösung vor, die mit der Behörde abgestimmt wird.
ISO 9001 zertifiziert
Qualitätsmanagement
DIN 77200 zertifiziert
Sicherheitsdienstleistungen
AVPQ-zertifiziert
Amtliches Verzeichnis
DMB Mitglied
Deutscher Mittelstandsbund
Tabuflächen, Bodenlager und Betankungsplätze müssen schon im Einrichtungsplan stehen. Wir bringen die Umweltsicht deshalb früh in die Baustelleneinrichtung ein, damit Lager und Fahrwege nicht auf geschützten Flächen landen.
Mit der operativen Baulogistik stimmen wir ab, wo Abfälle getrennt und gelagert werden und wie Leergut abtransportiert wird. So bleibt die Baustelle in Nordenham sauber. Die Auflagen der Genehmigung gelten über die ganze Bauzeit.
Die Weser vor Nordenham gehört zum FFH-Gebiet „Unterweser“. Hinzu kommt das EU-Vogelschutzgebiet „Unterweser“. Für den Fluss wurde zudem ein Naturschutzgebiet „Tideweser“ geplant. Welche Gebiete Ihr Vorhaben berühren, ergibt sich aus Genehmigung und Gutachten.

Schicken Sie uns Genehmigung und Lageplan. Sie erhalten von uns einen Vorschlag, welche Kontrollen Ihr Vorhaben braucht und wie die Begleitung aussehen kann.
Erzählen Sie uns von Ihrem Bauvorhaben in Nordenham. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Logistikkonzept – unverbindlich und kostenlos.
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